Freitag, 7. Dezember 2012

Die Kunst der Entscheidung

Die Entscheidung für den "bebrusteten Mann" für oder gegen seinen Busen ist schwer. Bei mir ist sie für den Busen gefallen.

Wenn man das Wort Gynäkomastie im Internet sucht, dann erhält man unendlich viele Angebote zur OP. Vereinzelt wird behauptet, man müsse nur Sport treiben, dann ginge alles weg. Es ist die Kunst aus Illusionen eine Hoffnung zu machen. Wenn der Busen da ist, dann bleibt er auch. Dann heißt die Entscheidung aber OP oder nicht.

Operationen sind immer Körperverletzungen, auch wenn dabei das Leben gerettet wird. Folglich bleibt immer das Risiko von irreparablen Schäden.

Männer mit Busen stehen unter einem hohen Druck. Von klein auf werden wir in Stereotype gedrängt. Mann = gestählte Brust, Frau = erotischer Busen. Das fängt beim Bikini für das kleine Mädchen an und endet beim in zu enge BH's gequetschten Dessous-Modell, von den Silikon-Wundern ganz abgesehen. Demnach wünscht jeder betroffene Mann, seinen Busen loszuwerden. Das war bei mir nicht anders. Aber ich habe irgendwann begriffen, dass das ohne OP nicht geht und habe mich für meinen Busen entschieden.

Also traut Euch, steht zu Eurem Körper. Aber bedenkt, das heißt irgendwann auch BH tragen.

Ab morgen schreibe ich, wie man(n) den passenden BH findet und welche Irrtümer dabei zu vermeiden sind.

Euer
BraBerliner

Kommentare:

  1. Meine Entscheidung war einfach
    Ich bin Männl. 30 J. Habe viel Brust, hatte schon genug von Ärzten, Therapeuten usw.usw. zudem liebe ich meine Brust und trage deshalb jeden Tag einen Bh. Ich bin wie ich bin

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  2. Ich bin es, der Typ von Gestern
    Angesichts der Tatsache dass ich Gehbehindert bin und zudem deswegen gern gehänselt werde ( vom näheren Umfeld, fühle ich mich als männl. Mitglied dieser Gesellschafft nicht wohl. Ich lebe und fühle also für mich als Transe, was ich allerdings nicht ausleben kann. Es mangelt an Verständnis

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