Sonntag, 1. April 2018

Gossard Superboost Lace


Hallo Ihr Lieben,

wie schon vor Wochen angekündigt, nun mein Review zum Superboost von Gossard. Gossard ist eine bereits über hundert Jahre alte Firma, gegründet 1901 in Chicago. Dort wurden zunächst vorwiegend Korsetts in hoher Qualität gefertigt, 1920 zog man mit einer Filiale nach London und schließlich wurde 1930 eine britische Tochter gegründet. In den 60er Jahren wurde dann mit der Produktion von Fashion-Lingerie begonnen.

Superboost Lace von Gossard -  Super-Dekolletee

Mit dem Superboost Lace habe ich einen der typischen Gossard Plunges getestet. Gossard vermittelt als Lingerie-Hersteller und Vermarkter das Bild der modernen Frau, die erfolgreich im Leben ist ohne mit ihren Reizen zu geizen. Der Superboost steht demnach voll im Trend, mit dem Motto „show your assets“. Soviel vorweg. Erworben habe ich meinen Superboost bei Brafinette in Berlin-Pankow, wo mir die Inhaberin verraten hat, dass der Superboost nicht unbedingt passformtechnisch einfach ist. Umso erstaunter war ich also, dass er mit nicht nur ausgezeichnet passte, sondern auch noch außergewöhnlich komfortabel zu tragen ist.

schnaler Verschuss im Rücken

stabilisierende Seitenstäbchen


Zu den technischen Daten:

Angaben in cm
Gossard Superboost Lace 38DD
Material
Polyamid 17 %
Elasthan 9 %
Polyamid 77%
Viskose 1%

UBB Länge: fest / locker
96 / 77
UBB Höhe: Achseln / Verschluss
11 / 3
Bügellänge / Bügelbreite
289 / 19
Steghöhe / -breite unten / oben
5 / 4 / 1
Körbchentiefe
26
Trägerlänge / Trägerbreite
38 / 1

Schnittform:

Der BH ist ein gepaddeter Plunge-BH, charakterisiert durch einen niedrigen Steg, wodurch die Brust nach mittig vorn gehoben wird. Die Körbchen werden durch V-förmige Quernähte mit jeweils einer Senkrechtnaht stabilisiert. Die Bügel sind relativ tief gesetzt, die Körbchen selbst sind durch das Padding stabil und heben die Brust an, um sie vorn mittig zu stützen.

auffällige Schrägnaht


Passform und Tragekomfort:

Der BH passt ausgezeichnet. Ich war und bin beeindruckt, weil ich bislang keinen einzigen gepaddeten BH probiert habe, der uneingeschränkt gepasst hat. Aber es gibt immer ein erstes Mal.
Der Name Superboost kommt nicht von ungefähr. Schnittform und Padding boosten tatsächlich, ich habe nicht gewusst, dass ich ein dermaßen beeindruckendes Dekolletee vorweisen kann und das ohne alles Quetschen und Drücken.

Zwischen den Cups - das Gossard - G


Seitlich der Cups sorgt ein senkrechter Stab für zusätzliche Stabilität.

Minimaler Abzug für den üblichen doppelreihigen Rückenverschluss, drei Haken hätten mir mehr zugesagt.

Design:

Das Design ist angenehm einfach. Die kompletten Cups sind mit Spitze überzogen, zwischen den Cups befindet sich das typische Gossard-G als kleine Applikation.

Sichtbarkeit:

Eigentlich will man den BH ja gar nicht verbergen. Allerdings ist er auch völlig abgedeckt nicht dazu bereit. Dafür sorgt schon allein die schräge Senkrechtnaht, die sich durch alles durchdrückt. Diese sorgt außerdem für ein leicht eckiges Brustprofil.

auffällig in Vorderansicht -auch ohne V-Ausschnitt

leicht eckige Brustform im Profil


Fazit:

Eigentlich wollte ich ja den Glossy’s von Gossard, den vollkommen nahtlosen BH. Mit dem Superboost bin ich allerdings vollkommen zufrieden. Wer sich nicht an der Schrägnaht stört und mit einem schicken Dekolletee klarkommt, findet einen angenehmen Tages-BH. Frauen, die mit der Passform klarkommen finden einen Super-BH für V-Shirts.

Über Eure Kommentare freue ich mich wie immer.

Euer BraBerliner


Samstag, 6. Januar 2018

Nachtrag - Männerbusenblog- fünf Jahre und kein Ende



Etwas mit Verspätung möchte ich meinem jetzt vier Wochen alten Blogiläum von fünf Jahren Männerbusenblog kurz gedenken. Gestartet hat alles im Dezember 2012 aus einer Laune heraus. Ich war mir nicht klar, ob ich nun ein hoffnungsloser Chaot, ein sexuell unbestimmter Mensch oder einfach nur ein Mann mit Busen bin. 

Gleichzeitig wollte ich anderen betroffenen Männern eine Art Lösungsanbieter sein, der über sich und seine Erfahrungen mit dem wohl weiblichsten aller Kleidungsstücke, dem Büstenhalter berichtet.

Mein erstes Review war improvisiert. Der Cleo Lucy, jugendlich frisch, damals ein ziemlicher Renner, mittlerweile ausgesondert. Danach kam der Frances, der immer noch in meinem Fundus ist und sich immer wieder meiner Brust angepasst hat.

einer meiner ersten britischen BHs - immer noch
Sukzessive wurde ich mutiger, sowohl was die Auswahl der BHs,  als auch was die Präsentation derselben im Blog betraf. 

Dekolletee mit Curvy Kate
Einzelne philosophische Beiträge mal zwischen drin, die die Suche nach einer Position innerhalb der Geschlechter betrafen mischten sich mit generellen Betrachtungen und mit Einkaufshilfen (Büstenhalter-Alarm).

Ich habe beim Fachhandel das Beratungsgespräch gesucht und diverse "Schätzchen" erworben, die mir sehr gut passen und die ich liebe.

Einer meine Lieblinge von Curvy Kate
Dazu gehören mein Curvy Kate Ritzy, Fräulein Annie "Falling in Love", Ewa Michalak "S Szykus" und ganz neu ein Elomi (Matilda). Falling in Love habe ich in Hamburg bei Curvy Shapes gekauft. Die Inhaberin schätze ich sehr und nutze jeden Aufenthalt in Hamburg um mal reinzuschauen.

Fallin in love - bis heute
Der Ewa Michalak ist super bequem und brachte mich unter anderem zur Brafinette mit ihrer bezaubernden Inhaberin sowie zu vielen neuen Aufrufen der Seite aus Polen.

Ewa Michalak S Szykus
Den Elomi habe ich bei Doppel D erworben, wo ich viele BHs probiert habe, immer wieder gern reinschaue und viele Anregungen zu Passform, Körperidentität und BHs im Allgemeinen mitgenommen habe. Vielen Dank dafür an Dich und Dein freundliches Team, liebe Jenny.

Elomi - eine neue Liebe
Natürlich gehören auch Sport-BHs dazu, denn mein Busen soll mich nicht vom regelmäßigen Laufen abhalten. Von Panache habe ich zwei langlebige Sport-BHs, die regelmäßig zum Einsatz kommen.

mein erster wirklich perfekter Sport-BH von Panache - immer noch in Gebrauch

Ich könnte noch vieles aufzählen, über Longlines, trägerlose BHs und vieles andere mehr.
Aber ich möchte zumindestens folgendes noch notieren. Der Blog, die freundlichen Kommentare meiner Leser, die Unterstützung von den Brafitterinnen, alles das hat mir Selbstvertrauen gegeben. 

Vielen herzlichen Dank dafür.

In den letzten Jahren gab es viele Blogs, von denen nur noch wenige, weitestgehend kommerziell ausgerichtet von Bestand sind. Ich werde meinen Blog weiterführen, auch in dem Prinzip, keine kommerzielle Ausrichtung anzustreben und regelmäßig, wenn auch seltener als früher, Anregungen zu BHs, dem körperlichen Gefühl und natürlich hin und wieder - off topic - philosophischen Betrachtungen.

Kleiner Ausblick am Ende, ich habe nun auch einen super bequemen Gossard (Superboost Lace), der demnächst im Review ist. Ein Bildchen schon mal im Voraus.

Gossards Superboost - wieder mal Dekolletee - warum auch nicht
Insofern nochmal herzlichen Dank an die vielen Leser, Fitterinnen und alle, für die BHs vor allem Komfort für Brüste geben.

Euer BraBerliner

Sonntag, 31. Dezember 2017

Plunge BH – Vergleich Matilda (Elomi) mit Kiara (Hunkemöller)

Hallo Ihr Lieben,

das Jahr neigt sich dem Ende zu. Damit ist auch mein fünftes Blogjahr nun vollständig. In diesem Jahr habe ich weniger Beiträge geschrieben. Einzelne meinten schon, ich hätte aufgegeben. Aber nein, ich werde weitermachen, wenn auch nicht mehr mit so vielen Beiträgen.

In diesem Jahr hat das einstige Blogfieber der Dessous-Blog sowieso nachgelassen. Nur noch die Marken-Blogs und einige wenige professionelle Bloggerinnen sind aktiv. Umso wichtiger ist mir, dass ich in einem Jahr, das von vielen konservativen Entwicklungen geprägt war, dabei bleibe. Soviel vorweg.

Heute möchte ich Euch zwei Plunge-BHs vorstellen, die wohl unterschiedlicher nicht ausfallen könnten. Zum einen den Matilda von Elomi, einer britischen Marke, die zur Wacoal-Gruppe gehört, zu der unter anderem auch die Marken Freya und Fantasie gehören, von denen ich auch bereits BHs vorgestellt habe. Elomi galt lange Zeit als Oma-Marke mit langweiligen BHs, hat sich aber in den letzten Jahren zu einer Marke gewandelt, die viele attraktive BHs im Bereich der größeren Bänder und Cupgrößen im Markt hat und keineswegs langweilig ist.

Matilda von Elomi in 38DD (85E)


Der andere Plunge kommt aus der Noir-Kollektion von Hunkemöller, der BHs zuletzt hier im Fokus waren.

Kiara von Hunkemöller Noir

Plunges sollen ja eigentlich Dekolletee unter tief geschnittenen Oberteilen formen, man könnte meinen, nichts für Männer. Allerdings habe ich mich bisalng daran wenig gestört und der Vorteil der Plunges ist der flache Steg, der das Brustbein vielmehr schont, als die meisten Halfcups und Balconnettes.

Wenn ich unterschiedlich meine, dann ist damit sowohl die Konstruktion, als auch die Passform gemeint, wobei mir interessanterweise beide BHs recht gut passen. Während Matilda farbgewaltig, leicht erotisch aber sonst eher artig daherkommt, versprüht der Kiara aus Noir-Kollektion viel erotischen Charme. Insbesondere die im vorderern Teil um breite Spitze erweiterten Träger, der flache Steg und die schichtig angelegte untere Cuphälfte, ergänzt um eine dünne obere Spitzencuphälfte erinnern eher an eine Büstenhebe, als an einen BH.

viel Spitze wenig Cup, erotisch aber sehr schick

Beim Matilda fällt sofort die wertige Cupverzierung im Obercup auf, die passend zum knalligen Rot des BHs, der selbst aus dünnem Mesh-Gewebe besteht einen erotischen Glanz verleihen.

BH-Form und Konstruktion:

Matilda hat einen für einen Plunge eher hohen Steg, die eher schmalen Bügel erinnern stark an die Schnitte von Freya, die Körbchentiefe erscheint flacher, als bei anderen Elomis, wobei die elastische Spitze aufgrund des hohen Elasthananteils gutmütig nachgibt.



Kiara besitzt ein sehr festes Band. Ungewöhnlich für sonst eher weiche Bänder bei Hunkemöller, war ich froh mit einer 90E eine Kreuzgröße nach oben gewählt zu haben. Der viele Spitze an den Trägern verlangen eine präzise Einstellung, sonst formt der BH ein unmögliches Profil, wobei eine gewisse spitze Form unvermeidlich ist.

Superfester Halt durchsuperfestes Band

Beide BHs haben die für Plunges klassische schräge Quernaht vom Zentrum des Stegs zu den Trägern, die jeweils außen befestigt sind, um das für Plunges übliche Dekolletee zu formen. Das gelingt allerdings beim Kiara besser.

Passform und Tragekomfort:

Der Matilda sitzt angenehm, wenn er die obligatorischen Wäschen hinter sich hat, zunächst erscheint das Gewebe mit dominierendem Polyamid-, Polyethylengemisch kratzig, das gibt sich jedoch schnell. Ich hatte vom hohen Elasthananteil mehr Weichheit erwartet. Die Körbchen passen sich der Brust perfekt an und der Cuprand gibt gutmütig nach. Die Trägerlänge ist nicht üppig, aber ausreichend, um meinen Ansprüchen zu genügen. Vielen herzlichen Dank nochmal an das DoppelD-Team für die umfangreiche Beratung, denn dort habe ich den BH gekauft.

hinten ist noch die Möglichkeit zum Träger verbinden vorhanden

leichte Falten beim Armhoch,aber kein Problem

Kiara verlangt eine sehr genaue Trägerregulierung, sonst wirft die Spitze an den Trägern eigenartige Falten. Das Konzept in Summe geht jedoch auf, da die Brust in den Cups sanft gen Mitte geschoben wird. Insgesamt fast zu schade, um den BH durch ein Shirt zu verdecken. 

festes Band und Bügellänge sorgen für Stütze, allerdings formt der BH etwas spitz

Mit der richtigen Trägereinstellung sitzt der BH super

Dennoch wäre ein höherer Elasthananteil in den Trägern wohl besser gewesen. Das insgesamt sehr feste Band gibt ausgezeichneten Halt und kompensiert so die etwas eigenartige Trägerkonstruktion. Wenn der BH einmal richtig sitzt, scheint er sich mit dem Körper zu einer Einheit zu verbinden.

Design:

Das Design von Matilda ist von schlichter Eleganz mit Ausrufezeichen geprägt. Ausrufezeichen deshalb, weil die Verzierung im Obercup zusammen mit dem kräftigen Rot sehr viel Eleganz und Frische versprüht. Dadurch ist der BH alles andere als langweilig.

insgesamt stimmig und elegant

Kiara gibt jugendliche Frische wieder. Das Leo-Design im Obercup, die Schichten im Untercup, der tiefe Steg und die breiten Spitzenträger sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Wie oben schon gesagt, ist es fast zu schade, den BH durch die Oberbekleidung zu verstecken. Er könnte gut auch als Bikinioberteil zum Einsatz kommen.

Verarbeitung:

Beide BHs sind ausgezeichnet verarbeitet. Alle Applikationen, sowie die Befestigungsringe und Versteller an den Trägern sind aus solidem Metall (die Scanner der Sicherheitskontrolle am Flughafen lassen grüßen). Ich habe nur saubere Nähte ohne irgendwelche Fadenreste gefunden und auch die Schichtung am Kiara ist sehr sauber ausgeführt.

Technische Daten:

Angaben in cm
Elomi Matilda 38DD / 85E
Material
Polyamid 57 %
Polyethylen 24%
Elasthan 19 %

UBB Länge: fest / locker
97 / 82
UBB Höhe: Achseln / Verschluss
9 / 3,8
Bügellänge / Bügelbreite
29  / 16
Steghöhe / -breite unten / oben
5,5 / 5 / 1
Körbchentiefe
26
Trägerlänge / Trägerbreite
Verschluss
34 / 2
3 x 2 Haken

Angaben in cm
Hunkemöller Kiara 90E
Material
Polyamid 49 %
Polyethylen 49%
Elasthan 2 %

UBB Länge: fest / locker
95 / 84
UBB Höhe: Achseln / Verschluss
9 / 6
Bügellänge / Bügelbreite
28  / 21
Steghöhe / -breite unten / oben
4 / 6 / 1
Körbchentiefe
28
Trägerlänge / Trägerbreite
Verschluss
48 / 1,8
3 x 3 Haken

Fazit:

Zwei sehr unterschiedliche, aber auf alle Fälle hochwertige, gut sitzende und preislich erschwingliche BHs (Matilda ca. 69, Kiara ca. 45€). Fürs Dekolletee ist Kiara klarer Sieger, fürs unkomplizierte Tragegefühl liegt Matilda deutlich vorn. Beide BHs bleiben in meinem Bestand, auch wenn sie an mir kleine optische „Mängel“ aufwiesen.

Matilda unterm Shirt unauffällig

Matilda formt sehr natürlich
Der Kiara lässt sich nur schwer verstecken, aber eigentlich will man das ja gar nicht

Für alle, die das Pushen mögen, kommt demnächst ein Review vom Superboost Lace der Marke Gossard.  

Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Lesen, natürlich einen guten Rutsch und einen erfolgreichen gesunden Start ins neue Jahr. Und natürlich immer einer BH, der beim Tragen Spaß macht.
Bis in 2018 Euer

BraBerliner

Sonntag, 5. November 2017

Sugar Shape – Nelly

Hallo Ihr Lieben,

nach einer längeren Pause nun das nächste Review nach einer kurzen Zwischenpause. Ich hoffe, dass ich damit eine Art Ausgleich für zwei Monate Funkstille liefere.

Das Label SugarShape wurde von zwei Schwestern gegründet, die mit den im Handel zu erwerbenden BHs unzufrieden waren und so ihre eigenen BHs herstellten. Daraus wurde eine Geschäftsidee, die nunmehr schon seit 2012 funktioniert.

Das Motto des Labels ist: „Mit SugarShape macht Dessous-Shopping endlich Spaß“
Besonderheit von SugarShape ist ein eigenes Maßsystem. Anders, als bei den gängigen Marken, werden bei SugarShape zwei Maße verwendet, ein Unterbrustmaß und ein zweites über die volle Brust. Allerdings wird mittlerweile als Orientierung ein Tabellenmaß mit angegeben, was dem eigenen Maßsystem wahrscheinlich in den meisten Fällen am nächsten kommen soll. 
Da aber Maße und eigentliche Passform immer zweierlei Dinge sind, kann man bei SugarShape auch eine sogenannte  VIB-Box bestellen. Man muss hierzu seine Maße eintragen und erhält dann eine Zusammenstellung von mehreren BHs zur Anprobe, was nicht passt oder gefällt, kann man zurückschicken. Auf diese Weise wird Kundenbindung aufgebaut und gleichzeitig mehr über die Passform und Interessen der Kundinnen herausgefunden. Man könnte das Neudeutsch unter „Win-Win-Situation“ zusammenfassen.


Nun, ich habe mal anhand meiner Erfahrungen mit diversen BHs (Formen und Größen), meine Maße mit 90 / 107,5 (entspricht nach SugarShape – Umrechnungstabelle einer 85D) angegeben und mir einen ungefütterten Plunge schicken lassen. Und siehe da, er passt.



Zu den technischen Daten:

Angaben in cm
SugarShape Nelly 90/107,5
Material
Polyamid 85 %
Elasthan 15 %
Futter: 100% Polyamid

UBB Länge: fest / locker
94 / 78
UBB Höhe: Achseln / Verschluss
9,5 / 5,5
Bügellänge / Bügelbreite
28  / 18
Steghöhe / -breite unten / oben
5 / 6 / 1
Körbchentiefe
28
Trägerlänge / Trägerbreite
42 / 2

Schnittform:

Der BH ist ein Plunge-BH, charakterisiert durch einen niedrigen Steg, wodurch die Brust nach mittig vorn gehoben wird. Plunge-BHs werden vorzugsweise zu Shirts mit V-Ausschnitt getragen, da dann der BH nicht zu sehen ist. Die Körbchen werden durch V-förmige Quernähte mit jeweils einer Senkrechtnaht stabilisiert. Die Bügel sind relativ tief gesetzt, die Körbchen selbst sind durch den hohen Elasthananteil im Gewebe elastisch. 


Der BH ist ungefüttert, einzig im Untercup ist eine als Futter gedachte zweite Stoffschicht enthalten.


Passform und Tragekomfort:

Der BH passt. Ich meine, er sitzt jetzt nicht super perfekt, aber im Allgemeinen sitzen bei mir Plunges nie perfekt. Im Vergleich mit meinen anderen Plunges sitzt der Nelly erstaunlich gut. Etwas störend ist ein leichtes Quietschen der Bügel, das hat sich aber schon nach der ersten Wäsche gegeben. Der hohe Elasthananteil in den Körbchen sorgt für ein perfektes Anliegen der Cups an der Brust. Der BH ist sehr bequem, kein Einschneiden und kein Pieken der etwas flachen Bügel, die auch von der Länge her rechtzeitig vor der Achselhöhle enden.


Der BH formt ziemlich wenig. Nun könnte man sagen, ich hätte eventuell ein Band enger nehmen können und dann auch die Träger etwas kürzen, aber die gewählte Einstellung war super bequem und es ist mir auch ganz recht, wenn ein BH vor allem Stütze gibt ohne übermäßig zu formen. Schließlich will ich meine eh schon vorhandenen Kurven nicht noch zusätzlich betonen.



Seitlich der Cups sorgt ein senkrechter Stab für zusätzliche Stabilität.



Super bequem auch das mit drei im Rücken zu schließenden Haken ausgeführte Unterbrustband, mittlerweile finde ich ohnehin Bänder mit dreier-Hakenverschluss sehr angenehm.

Design:

Mir sagt das schlichte Design zu, insbesondere aber der leichte Minz-Farbton, die meschartigen Obercups mit dem gestickten Cupabschluss und die schlichte Schleife zwischen den Cups.


Sichtbarkeit:

Wie bei allen mit Stickereien verzierten BHs kann man auch diesen unter engen Shirts nicht verbergen, da sich die Stickereien durchdrücken. Der Farbton hingegen, wegen des Pastelltones ist auch unter einem weißen Shirt kaum zu erkennen. Da der BH weniger formt, als andere Modelle, ist er auch im Profil weniger präsent, von vorn ohnehin nur zu erahnen




Fazit:

Mein SugarShape BH-Experiment ist geglückt. Ich habe einen, mit einem Preis von ca. 65€ nicht zu teuren BH erworben, der in Bezug auf Komfort und Tragbarkeit keine Wünsche offenlässt. Ich kenne nun meine SugarShape-Größe und werde dem Label die Treue halten. Ich kann den BH mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Über Eure Kommentare freue ich mich wie immer.

Euer BraBerliner