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Sonntag, 16. April 2017

Scantilly – die Vintage-Marke von Curvy Kate

Hallo Ihr Lieben,

wie vor kurzem versprochen, will ich regelmäßig ein Review zu diversen BHs erstellen, die gegebenenfalls auch für Euch in Frage kommen. Natürlich kann auch die weibliche Leserschaft hier schauen, schließlich ist es ja egal, ob der Busen, der vom BH unterstützt werden soll, weiblich oder männlich ist.

Ich hatte schon vor längerer Zeit gepostet, dass ich die Vintage-Marke von Curvy Kate – Scantilly – recht interessant finde. Zwar ist die Konstruktion der BHs eher so aufgebaut, dass die den Busen gekonnt in Szene setzt, aber unter dem Hemd oder Shirt ist es eigentlich egal, ob ein Dekolletee geformt wird oder nicht. Lasst Euch also nicht von den Shirtaufnahmen im Beitrag täuschen. Das Shirt ist weit ausgeschnitten und sehr körpernah, da fällt jeder Busen auf. Letztlich soll das Shirt ja nur dazu dienen, die Silhouette zu beurteilen.

Formeffekt grenzwertig

schönes Dekolletee


Aber zur Marke selbst. Unter dem Namen Scantilly hat Curvy Kate vor etwa zwei Jahren, voll im Trend, diverse Unterwäsche am Markt platziert, die für „größere“ Oberweiten erotische Ausstrahlung im Vintage-Stil bieten soll. Die BHs sind stark pushend und zentrieren demnach den Busen stark nach vorn. Zum Teil wird das durch zusätzliche, das Band unterstützende formende Elemente erreicht. Die Marke bietet im etwas höheren Preissegment damit gelungene und qualitativ hochwertige Dessous an, die es mit anderen Vintage-Marken aufnehmen kann. Neben den bekannten britischen Online-Shops führt auch Lace die Marke und auch bei Doppel-D kann man Unterwäsche von Scantilly kaufen.

Ich habe den BH „Feline Leopard“, der wie der Name verrät, das klassische Leopardenmuster aufweist, getestet. Dieser ist vom Aufbau eher weniger pushend, als zum Beispiel die Exemplare von „Invitation“, „Peek a Boo“ oder „All wrapped up“. Um allerdings den pushenden Effekt zu erreichen, habe ich diesmal zum etwas engeren 36er-Band bei meiner normalen Cup-Größe E gegriffen und ich fand den Effekt schon erstaunlich. Allerdings ist, wenn der BH insgesamt auch sehr bequem ist, der formende Effekt schon grenzwertig.

Allen Mädels die mitlesen, kann ich den BH wärmstens zum Dirndl empfehlen, da er ein sehr schönes Dekolletee formt.

Zu den technischen Daten:

Angaben in cm
Feline Leopard 36E
Material
Polyamid 53 %
Baumwolle 36 %
Elasthan 11 %

UBB Länge: fest / locker
96 / 77
UBB Höhe: Achseln / Verschluss
9,5 / 2,5
Bügellänge / Bügelbreite
28  / 15
Steghöhe / -breite unten / oben
9 / 7 / 1,2
Körbchentiefe
25
Trägerlänge / Trägerbreite
44 / 1,5

Schnittform:

Der BH ist ein gepaddeter Balconette. Eine Quernaht ist nicht vorhanden, dafür zwei Senkrechtnähte und ein fester Cupabschluss, der einen soliden Halfcup ergibt. Zwischen Außenträger und Bügelabschluss befindet wich ein dehnbarer Cupoberrand, der dazu führt, dass die Brust ohne Einschneiden sanft in das Körbchen befördert und zentriert wird.



Der Steg ist durchschnittlich hoch, leider im Rücken bei den kleineren Cups nur mit zwei Häkchen zu schließen. Die Körbchen selbst sind leicht dehnbar und stabil. Die Träger sind, wie immer ausreichend lang und theoretisch auf kompletter Länge verstellbar.



Passform und Tragekomfort:

Der oben offene Schnitt am Obercup sorgt für genügend Toleranz, die Körbchen sind ziemlich knapp. Die Bügel sind fest und die Länge ist zwar beachtlich, aber ein geringes Spiel am äußeren Ende verhindert ein Drücken in die Achseln. Grundsätzlich würde ich den BH als breitbrustgeeignet einstufen. Das Band ist weniger fest, der dehnbare Cupoberrand führt dazu, dass der BH, trotz des engeren Bandes ausgezeichnet sitzt und sehr bequem ist. Ich persönlich finde den BH als sehr angenehm.



Der BH formt ein kräftiges Dekolletee. Die Brust wird stark angehoben und zentriert, der Push-up-Effekt ist erheblich. Zumindest bei mir war die Grenze zum Überquellen am Cupoberrand (sogenannte Quadra-Boobs) erreicht.

Design:

Das Design gefällt mir sehr gut. Das feline Dekor im Cup, die breite Spitzenborte am Unterbrustband, die Schleife mit Applikation zwischen den Cups und das Mesh-Gewebe der Seitenteile geben tatsächlich einen gewissen Vintage-touch mit erotischer Ausstrahlung.

Sichtbarkeit:

Wer Dekolletee zeigen will, kann das mit dem BH und einem entsprechenden ausgeschnittenen Shirt. Unter einem Dirndl dürfte dieser BH ganze Arbeit leisten. Was mich dabei beeindruckt ist, dass trotz bewusst knapp gewählter Grüße nichts einschneidet oder drückt.



Fazit:

Bereits der „Feline Leopard Padded“ von Scantilly kommt mit großartigem Dekolletee, gutem Tragekomfort und gewissem Vintage-Potential daher. Vermutlich wird das bei „Peek a Boo“, „all wrapped up“ und „Invitation“ noch deutlicher der Fall sein. Breitbrustgeeignet ist der BH auf alle Fälle und auch wenn ich eigentlich nicht dazu neige, zu viel Dekolletee zu zeigen, kann ich ein gewisses Verlangen, die drei anderen zu testen, nicht ganz unterdrücken. Vielleicht mache ich es ja irgendwann demnächst doch und berichte dann wieder hier.

Über Eure Kommentare freue ich mich wie immer.

Ein schönes Osterfest im Kreis Eurer Lieben wünscht


Euer BraBerliner

Sonntag, 31. Juli 2016

Review - Curvy Kate Ritzy

Hallo Ihr Lieben,

ich hatte schon vor einer Weile diesen Review angekündigt. Nachdem ich zuletzt doch recht beruflich im Stress war, hatte ich entsprechend wenig Zeit und Lust, in der verbliebenen Zeit zu posten. Dazu kam, dass ich nach meinem Unfall letztes Jahr einigen Trainingsrückstand aufzuholen hatte. Aber nun habe ich meinen inneren Schweinehund besiegt und will kurz einen Überblick zum Curvy Kate Ritzy geben, den ich nun schon eine Weile in meinem Bestand habe und mit dem ich bislang überwiegend gute Erfahrungen gemacht habe.

Ich habe ja eigentlich kein besonderes Faible für gepaddete BHs, weil diese doch ziemlich stark formen und mein Busen doch ziemlich eigenwillig ist. Was man aber von gepaddeten BHs immer fälschlicherweise behauptet oder vermutet, ist nicht unbedingt richtig. So ist allgegenwärtig, durch das Padding würde die Brust besonders gepusht und hervorgehoben, was ich allerdings nicht bestätigen kann. Ich hatte ja vor einiger Zeit das Thema bei meiner Passformbetrachtung untersucht und festgestellt, dass viele gepaddete BHs kaum pushen, andererseits durch die dickere Stoffschicht sogar eine gewisse Unsichtbarkeit hervorgerufen wird. Darüber hinaus drücken die zusätzlichen Stoffschichten den Busen sogar stärker an den Körper. Sofern als Halfcup ausgeführt, entsteht so das „Dirndl-Profil“, was bei tieferen Ausschnitten dann das kräftige Dekolletee hervorruft.  Aber der Busen wird eben nur hervorgehoben, wenn der Ausschnitt tief genug ist, um das Dekolletee auch zu zeigen.

Curvy Kate Ritzy 38E
Dekolletee - wenn man will
Da ich generell gute Erfahrungen mit den Schnitten von Curvy Kate habe und insbesondere in der Übergangszeit, wenn dann doch die Stoffe der Oberbekleidung etwas dünner werden, ein gepaddeter BH sowohl in Bezug auf Wärme als auch in Bezug auf wenig Sichtbarkeit gute Dienste erweisen kann, wollte ich einen Versuch wagen und wurde nicht enttäuscht. Anders als der Tease, der stark vintage-angehaucht ist und mit dem kräftigen Muster deutlich durch  dünnere Stoffe durchdrückt, ist Ritzy mit seinem dezenten aber spannenden Streifenmuster deutlich weniger sichtbar. Das Uplift, dass der BH erzeugt, istim Vergleich zu anderen Marken deutlich dezenter. Lediglich Senkrechtnaht und Spitzenborte am Cuprand sind unter engen Shirts zu erkennen. Falls Dekolletee gewünscht ist, kann das mit einem tieferen Ausschnitt sichtbar gemacht werden.

Technische Daten:

Angaben in cm
Ritzy 38E
Material
Nylon 64 %
Polyester 27 %
Elasthan 9 %

Unterbrustband Länge: fest / locker
98 / 78
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
10 / 5
Bügellänge / Bügelbreite
31  / 16
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
9 / 7 / 1
Körbchentiefe
27
Trägerlänge / Trägerbreite
40 / 1,8

Schnittform:

Der BH ist als gepaddeter Halfcup im Balconnette-Stil ausgeführt. Charakteristisch die Quernaht und eine Senkrechtnaht in Körbchenmitte, dazu ein verstärkendes Seitenstäbchen und Außenträger. Ein hoher recht breiter Steg und ein breites mit 3 Haken in drei Positionen im Rücken verschließbar rundet das Bild ab.  Der breite Spitzenabschluss am Obercup der leicht gefütterten  festen Körbchen sowie elasthanhaltige Seitenteile sorgen für festen Halt. Die Träger sind, wie immer ausreichen lang und theoretisch auf kompletter Länge verstellbar.

Profil eher unspektakulär

Passform und Tragekomfort:

Der oben offene Schnitt am Obercup sorgt für genügend Toleranz, die Körbchen sind eher knapp. Die Bügel sind fest und die Länge ist zwar beachtlich, aber ein geringes Spiel am äußeren Ende verhindert ein Drücken in die Achseln. Anhand meiner eigenen Brustbeschaffenheit würde ich den BH als breitbrustgeeignet einstufen. Das Band ist fest, aber da es in Ruhelage etwas länger ist, ebenfalls angenehm, ohne zu drücken. Ich persönlich finde den BH als sehr angenehm.
Der BH formt erstaunlicherweise diskret und natürlich. Die Brust wird kräftig angehoben und zentriert, doch die offene Schnittform hält den Push-up-Effekt in Grenzen. Dennoch ist ein formender Effekt nicht zu übersehen.

Dreier - Hakenverschluss


Design:

Das Design ist einfach und dennoch raffiniert. Die Streifen im Cup, die breite Spitzenborte am Obercup, die Spitze am Verschluss und die Schleife mit Applikation zwischen den Cups geben dem BH einen gewissen modernen Reiz.

Sichtbarkeit:

Wer Dekolletee zeigen will, kann das mit dem BH und einem entsprechenden ausgeschnittenen Shirt. Die Senkrechtnaht ist deutlich zu erkennen, weniger der Spitzenabschluss. Insgesamt ist jedoch die formende Wirkung eher als diskret anzusehen

Senkrechtnaht drückt durch
Profil eher unauffällig

Fazit:

Curvy Kate Ritzy ist ein superbequemer BH mit Potential zum Vintage-Stil. Der BH erzeugt ein ordentliches Uplift und präsentiert ein nettes Dekolletee, wenn man es will. Insgesamt erhält er von mir die volle Anzahl an Komfort- und Spaßpunkten. Die Verarbeitung ist solide, der Preis angemessen.

Über Euere Kommentare freue ich mich wie immer.

Meine Bra-Garderobe hat wieder Zuwachs bekommen. Ein Longline (Freya Daydreamer), ein richtig guter Strapless (Fauve Rosa) und ein Vintage (Scantilly Feline Leopard) stehen demnächst zum Review an.

Eine Gute Zeit wünscht

Euer BraBerliner


Sonntag, 13. März 2016

Schnittzwillinge mit Unterschied – Curvy Kate Madagascar und Cascade

Hallo Ihr Lieben,

was tun, wenn der Frühling keine Lust hat, sich zu zeigen? Während ich hier sitze und darauf warte, dass sich die Wolkendecke lichtet, um ein paar Sonnenstrahlen durchzulassen und den seit Tagen angekündigten Frühlingsanbruch zu zelebrieren, bereitet sich die Bekleidungsbranche vor, die Modelle für die nächste Wintersaison vorzubereiten. Wäre ich als Modeblogger unterwegs, würde ich mich mit der nächsten Wintersaison auseinandersetzen. Stattdessen habe ich beschlossen, meine unlängst beschafften und getesteten neuen BHs vorzustellen.

Vielleicht kommt ja heute doch noch die versprochene Frühlingssonne zum Vorschein, zumindest mit dem Madagascar in Pixie Print und dem türkisfarbenen Cascade habe ich vor ein paar Wochen zwei Frühlingsstücke in meine Wäscheschublade einsortiert. Von der Schnittform erinnern mich beide sehr an den bewährten Dreamcatcher und so hat mich auch nicht verwundert, dass die Maße und die Form tatsächlich weitgehend identisch sind. Auch das Design, sieht man von den Stickereien und Applikationen einmal ab, ist sehr ähnlich aufgebaut. Umso erstaunlicher, dass die BHs ein unterschiedliches Tragegefühl vermitteln, was vor allem auf die materielle Zusammensetzung zurückzuführen ist.

Vornweg: 

Der Dreamcatcher, der nun schon seit fast zwei Jahren zu meinen Basics gehört, ist vom Schnitt denn doch deutlich abweichend von den beiden Neuen, hier hat CK aber wohl mittlerweile die Form verändert, da der BH wohl passformtechnisch eher schwierig war. Madagascar und Cascade, die erst später ins Programm aufgenommen wurden, sind schon mit verbessertem Schnitt an den Start gegangen. Zwar hatte ich mit dem Schnitt des Dreamcatcher keine Probleme, aber sowohl beim Test, als auch im Dauereinsatz haben beide viele positive Eigenschaften bewiesen, die beim Dreamcatcher noch nicht vorhanden waren. So ist die Trägerbefestigung nicht mehr soweit außen am Cup und das Verhältnis Bügellänge zu Bügelbreite ausgewogener, allerdings sind die Träger leider etwas kürzer.

Cascade 38E

Madagascar 38E

Technische Daten:

Angaben in cm
Madagascar Pixie Print 38E


Cascade pixie 38E
Material
Nylon 48%
Polyester 41%
Elasthan 11%
Nylon 94 %
Elasthan 6 %

Unterbrustband Länge: fest / locker
101 / 78
101 / 78
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
8 / 5,5
8 / 5,5
Bügellänge / Bügelbreite
27 / 17
27 / 17
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
7 / 5 / 1
7 / 5 / 1
Körbchentiefe
28
28
Trägerlänge / Trägerbreite
40 / 2
40 / 2


Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, sind beide BHs von den Maßen identisch, auch der eigentliche Schnitt ist identisch, bis hin zu den am Band bis zum 3er Hakenverschluss angenähten verlängerten Trägern.

Cascade 38E

Madagascar 38E von hinten fast wie Cascade
Dennoch ist die Trageeigenschaft wegen der deutlichen Materialunterschiede verschieden. Erstaunlich für mich war, dass der geringere Elasthananteil beim Cascade nicht die erwartete höhere Festigkeit des Brustbandes zur Folge hat, vielmehr sitzt der Madagascar mit fast doppelt so hohem Elasthananteil deutlich fester.

Schnitt:

Beide BHs sind als Balconnettes ausgeführt. Die Senkrechtnaht im vorderen Drittel des Cups und die V-förmig aufeinander zulaufenden Quernähte teilen den Cup in drei Teile ein, oberhalb der Quernaht ist der Stoff aus besticktem Mesh-Gewebe. Der Stoff in den Cups ist fest und bietet damit den nötigen Halt, beim Cascade ist darüber hinaus der untere Teil des Cups aus zwei Stoffschichten verstärkt. Das Band selbst ist angenehm breit und drei Haken am Rückenverschluss sorgen für guten Stützeffekt. Vor einigen Jahren hatte ich noch Bedenken, wenn BHs mit drei Haken zu verschließen waren, da sie mich an die altbackenen Modelle aus den 70er Jahren erinnerten. Mittlerweile finde ich dreier Hakenverschlüsse deutlich angenehmer als schmale mit einem oder zwei Haken zu schließende Bänder.

Design:

Vergleicht man das Design, so findet man zwei völlig verschieden BHs. Zum einen der elegante, fast festliche Cascade – einfarbig, eingesticktes Rautenmuster, Strassapplikation zwischen den Cups. Auf der anderen Seite der verspielte Madagascar mit Animalprint im Cup, pinkfarbener Schleife zwischen den Cups und an den Ansätzen der Träger – in frischem jugendlichem Design.

Cascade - elegant gediegen

Madagascar - jugendlich frisch
Beide BHs haben somit ihre Vorzüge, die leuchtende Farbe beim Cascade und die Verspieltheit des Madagascar  – die mich an die teilweise quietsch-bunten Cleos der letzten Jahre erinnert. Wenn man die BHs sieht, muss man sie einfach mögen.

Passform und Tragekomfort:

Beide BHs passen. Der Cascade sitzt sehr unauffällig auf der Haut und schon nach kurzer Zeit vergisst man, dass man einen BH trägt. Der Stoff in den Cups ist sehr weich und angenehm. Hin und wieder musste ich die Träger nachrücken, da diese verrutschten. Allerdings hat sich das mit der Zeit weitgehend gegeben. Der obere Cuprand ist leicht elastisch und toleriert unterschiedliche Festigkeit des oberen Brustgewebes. Der Cup fühlt sich immer passend an.



Madagascar sitzt ebenfalls sehr angenehm, allerdings ist der Stoff der Cups anfangs etwas kratzig. Das gibt sich nach mehreren Waschgängen. Der BH formt deutlich stärker, als sein Pendant. Insgesamt sind sowohl das Band, als auch die Cups fester, als beim schnittgleichen Cascade. 

Cascade 

Madagascar
Leichter Faltenwurf bei meiner etwas kleineren rechten Brust, allerdings nur bei genauem Hinsehen. Ein Verrutschen der Träger war dagegen kein Thema. Bei weicheren Brüsten könnte der feste obere Cuprand ein Problem werden.

Cascade

Madagascar
Beide BHs heben die Brust sanft an und formen natürlich. Ohne übermäßigen Uplift oder ein starkes Zentrieren nach vorn entsteht eine runde Brust, die nicht übermäßig auffällt. Da die BHs ungepaddet sind, sind sie auch an wärmeren Tagen angenehm zu tragen. Unter engen Shirts fallen sie auf, da sowohl Stickereien als auch die Nähte sich deutlich abzeichnen.

Gesamteinschätzung:

Mit Madagascar und Cascade hat der Frühling begonnen. Je nach Stimmung sorgen gediegene Eleganz oder jugendliche Frische für ein angenehmes Darunter mit viel Komfort. Minuspunkte gibt es für rutschende Träger beim Cascade und etwas kratzigen Stoff beim Madagascar. Dennoch sind beide gut gelungen. Für weicheres Brustgewebe ist der Cascade besser geeignet, als der Madagascar.

Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare


Euer Braberliner

Sonntag, 27. Dezember 2015

Mein persönlicher Jahresrückblick - 2015

Hallo Ihr Lieben,

wie angekündigt, zu meinem persönlichen Jahresrückblick. Insgesamt war das letzte Jahr ein sehr durchwachsenes Jahr.

Die Welt ist in Bewegung geraten

Politisch kann man es als ein Schlüsseljahr sehen. Eine neue Völkerwanderung hat begonnen. Der Zusammenbruch der nachkolonialen Strukturen im Mittelmeerraum hat zu heftigen, auch von Europa und den USA angestachelten Konflikten geführt. Vollgestopft mit hochwertigen Waffen, versuchen unterschiedliche Gruppen, an die Macht zu kommen. Die Folge sind Zerstörung, Tod und Elend. Die Menschen fliehen davor und einige landen in einem satten, mit der eigenen Nabelschau beschäftigten Europa. Deutschland hat sich dabei als menschlich gezeigt, von einzelnen Dummköpfen am rechten Rand abgesehen. Allerdings hat sich bislang auch die Unfähigkeit des Staates gezeigt, effizient zu arbeiten. Vielleicht bringt das neue Jahr den Durchbruch.

Die Völkerwanderung allerdings wird unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellen. Wie liberal ist das Land, sind seine Bewohner wirklich? Fundamentalistische Lebenseinstellungen, von verschiedenen Religionen (und ich meine hier nahezu alle!) geprägte Wertvorstellungen, die mit dem Glauben an den Besitz der Wahrheit einhergehen, werden mit den sich herausgebildeten liberalen Lebenseinstellungen zu Individualität und Selbstbestimmung in Konflikt geraten. Religiöse Herdenführer sind darauf angewiesen, von ihren Gläubigen den Gehorsam und vor allem den Glauben an die Wahrheit zu erhalten. Geraten wir in einen neuen Kulturstreit? Ende kommenden Jahres werden wir mehr darüber wissen. Derweil dreht sich das Rad der Zeit hier in Berlin unaufhörlich weiter.

Persönlich mit Höhen und Tiefen

Mein persönliches Jahr war, wie viele andere zuvor mit Überraschungen verbunden. Einen guten Start in die Radsaison folgte im Sommer ein Unfall mit längerer Genesungsphase. Jetzt, da ich im fast frühlingshaften Winter auf mein Missgeschick zurückblicke, muss ich schmunzeln. So hat mir der Ärger darüber zumindest genügend Kraft gebracht, meine Rekonvaleszenz mit hoher Geschwindigkeit umzusetzen. Dazu habe ich meine Lektion gelernt, achtsamer und aufmerksamer zu sein und auch hier und da zu entschleunigen.
Lingerie-technisch war das Jahr erfolgreich. Ich konnte diverse neue Modelle und Labels testen und habe auch den einen und anderen passenden BH gefunden. Mein Busen verharrt auf einer 38E, anders als andere Männer in meinem Alter scheint sich der hormonelle Prozess zu stabilisieren und das Brustwachstum zu stagnieren. Andererseits glaube ich, dass mein Busen rundlicher geworden ist, femininer quasi. Das vereinfacht zwar die Suche nach dem passenden BH, macht mich aber nicht unbedingt zufriedener.
Emotional fühle ich mich sehr stabil. Meine Willenskraft konnte ich beim Sieg über die Verletzung stärken, meine weibliche Seite wurde angeregt durch einige sehr feminine BHs und mein seelisches Gleichgewicht durch eine weiter gute lange Ehe mit meiner liebenswerten Frau und dem Blick auf meine erwachsenen Kinder. Ich bin weder von Selbstzweifeln zerfressen, noch mit meinem Körper unzufrieden, der mich nun schon seit fast siebenundfünfzig Jahren trotz meiner zeitweilig sehr verschleißfreudigen Betriebsweise nicht im Stich lässt. Und um diesen Körper auch weiterhin in Schuss zu halten, werde ich auch weiterhin mein Fitnessprogramm mit diversen Belohnungen in Form von Wettkämpfen beibehalten.

Der Blog im Lauf des Jahres.

In diesem Jahr habe ich weniger gepostet, als in den vorherigen Jahren. Dennoch habe ich versucht, meine Erkenntnisse weiterzugeben. Ich habe große Entdeckungen gemacht und habe mich gefreut, dass mit The Bra Guy ein Mitstreiter im Netz unterwegs ist, der über den männlichen Busen und das Tragen eines BHs bloggt. Ich bin auf die Suche nach der passenden Bekleidung und der Diversität in der Männermode gegangen und durchaus positiv überrascht worden.

Meine blogistischen Jahreshighlights des Jahres 2015:

Lingeriemarken:
  • Platz 1 geht an Curvy Kate. Die Marke, die ich 2014 erstmals kennenlernte produziert vielfältig, jung, farbenfroh und in einem gesunden Preis- Leistungs- Verhältnis BHs, die auch einen Männerbusen komfortabel verhüllen und supporten können. Entsprechend ist mein Basic-Bestand in 2015 deutlich gewachsen und hat diverse Cleos ersetzt, die nicht mehr so recht passen wollten.
  • Platz 2 geht an Avocado. Die Marke aus dem polnischen Poznan überrascht mit feinster hochwertiger Stickerei und Design auf dem Niveau der besten französischen Lingerie. Stark am Feedback der Kunden orientiert haben die beiden Designerinnen im Laufe des Jahres die Schnittformen ihrer BHs überarbeitet. Auch ich habe mit dem neuen Mirabelle davon profitiert, nach dem der alte Schnitt im Frühjahr noch durchfiel, konnte ich vom Nickolaus einen passenden Mirabelle bekommen.
  • Platz 3 geht diesmal an Empreinte. Die französische Traditionsmarke stellt mit ihrer teilweise nahtlos gestickten Lingerie unschlagbare Basismodelle her. Die verspielten Muster, die hochwertigen Materialien und die feinen Stickereien sind absolutes Muss in der Wäscheschublade. Zwar ist das Label hochpreisig, aber die Qualität und auch das liebevolle Design rechtfertigen das.

Curvy Kate Tease

Empreinte Melody

Avocado Mirabelle

Lingerieboutiquen:

Ein herzlicher Dank geht auch in diesem Jahr an die vielen kleinen Lingeriegeschäfte, in denen Beraterinnen unermüdlich bei der Suche nach dem passenden BH helfen. Leider war mein Aktionsradius in diesem Jahr etwas eingeschränkt, denn ich hätte gern auch andernorts Ausschau gehalten.

Mein Special Thanks geht dieses Jahr an Agnieszka, die mit ihrer Brafinette in Berlin-Pankow ein einzigartiges Geschäft in Berlin betreibt, da es hier für alle Körbchen Beratung gibt, insbesondere aber auch die polnischen Label Avocado und Ewa Michalak im Angebot sind. Liebe Agnieszka, vielen Dank für die anregenden Gespräche und die gute Beratung. Ich wünsche Ihnen auch im kommenden Jahr viel Erfolg und werde regelmäßig vorbeischauen.

Doppel D hat mit ihrer zweiten Filiale in Charlottenburg ein erfolgreiches Konzept erweitert und das Angebot an Lingerie erweitert. Die freundliche Beratung, die angenehme Atmosphäre und die Offenheit gegenüber den Kundinnen und Kunden sind wichtige Merkmale des erfolgreichen Verkaufskonzepts. Liebe Jenny, auch Dir und Deinem freundlichen Team weiterhin viel Erfolg. Ich werde auch bei Euch regelmäßig vorbeischauen.

Für das kommende Jahr habe ich mir vorgenommen, bei diversen Reisen die Augen offenzuhalten, vielleicht erscheint die eine oder andere Boutique im kommenden 
Jahresrückblick.

Blogs:
  • And the winner is: Everyday Boudoir von Anja Wehrmann. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie liebevoll und unermüdlich Anja in ihrem Blog Trends und Labels aufgreift und vorstellt. Für mich von allen aktuellen Lingerieblogs mit Abstand auf Platz eins.
  • Platz 2 geht an den englischsprachigen Blog A SophisticatedPair von Erica Windle, die in Burlington (NC) eine gleichnamige Boutique betreibt.
  • Platz 3 in diesem Jahr gebe ich an Fuller Focus, den leicht kommerziell geprägten Blog des Lingerieversands Brastop.

Was bringt das neue Jahr?

Ich denke mal viele Überraschungen und ich hoffe, dass es wieder ein sehr interessantes Jahr wird. Allen meinen Lesern und Leserinnen wünsche ich einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr. Ich freue mich über viele Leser und Leserinnen, hoffe hier und da Anregungen zu geben und bin für Kommentare, wie immer, sehr dankbar.

Bis dahin

Euer BraBerliner

Samstag, 19. Dezember 2015

Curvy Kate Dita

Hallo Ihr Lieben,

nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Früher war mehr Lametta, dieser Spruch aus einem Loriot-Sketch liegt mir in den Ohren, wenn ich an den Curvy Kate Dita denke. Warum? Die Verzierungen am Obercup, die in leicht silbrigem Schimmerton daherkommen, könnten durchaus an das Farbenspiel des Lamettas am Weihnachtsbaum erinnern. Aber das ist nicht alles, was an diesem BH bemerkenswert ist.

Die Marke Curvy Kate hatte ich im letzten Jahr entdeckt, als ich bei Curvy Shapes in Hamburg war, weil mir der kleine Laden im Internet aufgefallen war und ich unbedingt die schicken BHs von Fräulein Annie mal testen wollte. Am Ende nahm ich nehmen dem bezaubernden „Falling in Love“ auch den „Dreamcatcher“ von Curvy Kate mit und mein Interesse an der Marke war geweckt. Nachdem ich weitere BHs getestet hatte, bin ich mittlerweile ein echter Fan des Labels und habe mittlerweile mit Portia, Roxie, Smoothie, Tease und Gia ein breites Spektrum in meinem Bestand. Nachdem ich in diesem Jahr einige nicht mehr passende BHs von Cleo aussortiert habe, ist mittlerweile Curvy Kate zu meiner Basic-Marke aufgerückt. Das Spektrum vom leicht wattierten Tease über die geschalten Smoothie und Roxie zu den ungefütterten BHs ist dabei recht weit gefasst. Warum nicht mal einen Plunge testen?

Was bei CK-BHs auffällt, sind die relativ weit außen angebrachten Träger, wodurch man meinen könnte CK hätte die männliche Anatomie in das Design einbezogen. Einige Frauen haben dadurch mit einschneidenden Trägern Probleme, wobei CK mittlerweile an der Konstruktion gearbeitet hat, um den Kundenwünschen stärker zu entsprechen. Ich zumindest hatte bislang keine Probleme mit CK-BHs, wenngleich ich mir wünschen würde, es würde konsequent mit den aus meiner Sicht sehr bequemen breiten Bändern mit 3er Hakenverschluss produziert. Diese entfalten nämlich einen hohen Tragekomfort und sind keinesfalls bieder, wie ich früher immer dachte.

Curvy Kate Dita -Plunge mit erotischer Ausstrahlung

Aber zum Dita. Der BH ist ein echter Plunge mit schräg ausgeführter Quernaht und Senkrechtnaht im Cup. Wie alle ungefütterten CKs ist Dita mit einem breiten Band mit dreier Hakenverschluss ausgeführt. Das Band ist im Vergleich zu anderen CKs eher fest, die Cups für meine Begriffe eher kleiner, was aber auch daran liegen kann, dass  sie kaum elastisch sind. Bei grenzwertigem Umfang sollte man also durchaus über eine höhere Cupgröße nachdenken oder wem die Festigkeit des Bandes unangenehm ist, eventuell ein weiteres Band nicht in Kreuzgröße sondern mit gleicher Cupgröße. Hin und wieder fühle ich mich an meine Cleos mit den knackig festen Bändern erinnert.

Maße:
Angaben in cm
Dita 38 E
Material
Polyamid 44 %
Polyester 44 %
Elastan 12 %

Unterbrustband Länge: fest / locker
95 / 73
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
10 / 5
Bügellänge / Bügelbreite
27  / 17
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
4 / 5 / 2
Körbchentiefe
29
Trägerlänge / Trägerbreite
38 / 1,8

Der BH sitzt fest und formt unaufdringlich, weniger rund, als ich von anderen CKs gewohnt bin. Gerade das macht den BH trotz guter Stützwirkung auch im Profil weniger auffällig, als viele Cleos, die die Brust  ordentlich nach vorn mittig schieben. Schade, dass die Träger nicht so lang sind, wie andere CKs, das gibt ein kleines Minus.

breites Band mit dreier Hakenverschluss
Die durchsichtigen Cups mit den silbrig schimmernden Verzierungen oberhalb der Quernaht verleihen dem BH eine gewisse erotische Ausstrahlung. Wer das nicht mag, dem rate ich ab. Ich fand den BH zum Beispiel wesentlich erotischer, als dem allerseits als erotischsten CK, Tease, nachgesagt wird. Unabhängig davon ist der BH bequem und auch über den ganzen Tag angenehm zu tragen.

sehr schöne Stickerei ...
Design:

Das Design gefällt mir gut. Wie gesagt, eine gewisse erotische Ausstrahlung geht von diesem BH aus, aber da er ja unter Bekleidung getragen wird, bleibt das wohl das Geheimnis des Trägers. Die schicke Stickerei in den Cups, die teils an Blumen, teils an kleine Vögel erinnert changiert bei Licht und glitzert, wie Lametta am Weihnachtsbaum. Nichts drückt durch Oberbekleidung, der BH bleibt faktisch unsichtbar.

... schimmert im Licht
Passform und Tragekomfort:

Die Passform lässt sich knapp in fest und angenehm zusammenfassen. Das breite Band schafft gute Stützung, der Plunge-Schnitt mit den breiten Bügeln fasst die Brust gut, ohne am Steg oder in den Achseln zu pieken. Über den Tag bleibt der BH also angenehm unbemerkt. Am Anfang kratzen die Träger leicht, aber das gibt sich nach wenigen Wäschen. Die Träger könnten länger sein, aber das ist zu verschmerzen.

runde Brustform eventuell leicht spitz?
Fazit:

Insgesamt gelungen. Gute Verarbeitung trifft sich mit schmuckem Design. Ich habe ihn behalten. Dita ist auch weiter im Angebot, derzeit in Black / champagne mit Bändern von 28 – 38 und Cups von D – J.
unauffälig von vorn ...

... und im Profil
Liebe Leserinnen und Leser. Zwischen Weihnachten und Neujahr kommt mein diesjähriger Rückblick und Ausblick, ich wünsche Euch und Euren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und immer den passenden BH, vielleicht ja auch unter dem Weihnachtsbaum.


Euer BraBerliner