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Sonntag, 14. Februar 2016

Avocado Mirabelle – Kurzreview über ein sympathisches Früchtchen

Hallo Ihr Lieben,

nach einiger Ruhe soll nun heute das versprochene Review zum Avocado Mirabelle kommen. Mirabellen sind die kleinen, gelben Zwetschgen, die meistens recht säuerlich schmecken, an dornigen Sträuchern wachsen und zu Likören gebrannt oder als Kompott genossen werden.

Avocado Mirabelle 85E
kleine Mirabellen auf schwarzem Grund
Als ich von Agnieszka, der Eigentümerin der kleinen aber feinen Lingerie-Boutique Brafinette in Pankow hörte, dass die neuen Modelle von Avocado eingetroffen sind, war das für mich ein guter Grund, wieder mal vorbeizuschauen. Schließlich hatte ich vor einiger Zeit mit dem Jewel von Avocado einen wirklichen Juwel erstanden und die neuen Modelle machten mich neugierig. Der Mirabelle war mir seinerzeit schon wegen seiner sehr schicken Stickerei aufgefallen, leider wollte er aber gar nicht mit meiner Brust harmonieren. Zwischenzeitlich hatte aber Avocado die Anzahl der Schnittformen konsequent reduziert und Änderungen an den Passformen vorgenommen, weshalb ich mir dachte, es wäre sicherlich einen Versuch wert, eine zweite Anprobe zu machen.

Stickerei und Lochstickerei bis zum Seitenstäbchen

Avocado zeichnet sich durch eine liebevolle Verarbeitung feiner Stoffe zu feinster Lingerie aus. So war ich auch nicht überrascht, wieder mehrere vom Design her schlicht aber dennoch spektakulär und in ausgezeichneter Verarbeitung präsentierte BHs zu sehen. Von den probierten Modellen war nach eigenem Empfinden, aber auch nach dem meiner wie immer zuvorkommenden und diskreten Beraterin der Mirabelle das Vorzugsexemplar. Und so wurde der Mirabelle ein ständiges Teil meiner BH-Schublade.

Technische Daten:

Angaben in cm
Mirabelle 85 E
Material
Polyamid 45 %
Polyester 50 %
Elasthan 5 %

Unterbrustband Länge: fest / locker
98 / 79
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
10 / 6
Bügellänge / Bügelbreite
29  / 18
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
9 / 4 / 1
Körbchentiefe
29
Trägerlänge / Trägerbreite
36 / 1,8

Schnittform:

Der BH ist als klassischer Balconnette ausgeführt. Charakteristisch die Quernaht und eine Senkrechtnaht in Körbchenmitte, dazu ein verstärkendes Seitenstäbchen und Außenträger. Ein hoher eher schmaler Steg und ein breites mit 3 Haken in drei Positionen im Rücken verschließbar rundet das Bild ab. Elastischer Spitzenabschluss am Obercup der ungefütterten eher festen Körbchen sowie elasthanhaltige Seitenteile sorgen für den Halt. Die Träger sind, wegen der Stickerei in der vorderen Hälfte, theoretisch bis zur Mitte verstellbar.

Quer- und Senkrechtnaht mit Außenträgern

Passform und Tragekomfort:

Die elastische Spitze am Obercup sorgt für genügend Toleranz, um ein Einschneiden ins Brustgewebe zu verhindern. Das ist wichtig, wenn beim Tragen wegen unterschiedlicher Brustvolumen meist ein Cup gröer zu Faltenbildung neigt und ein Cup weniger die größere Brust an den Rand des Überquellens bringt. Die Seitenstäbchen sorgen für eine gute zusätzliche seitliche Stabilisierung. Die Bügel sind fest und die Länge ist zwar beachtlich, aber ein geringes Spiel am äußeren Ende verhindert ein Drücken in die Achseln. Anhand meiner eigenen Brustbeschaffenheit würde ich den BH als breitbrustgeeignet einstufen. Die Körbchen sind eher etwas tiefer geschnitten (trage sonst 38E entspricht einer 85F), das Band ist fest, aber da es in Ruhelage etwas länger ist, ebenfalls angenehm, ohne zu drücken. Ich persönlich finde – abgesehen von den in der Länge knappen Trägern, den BH als sehr angenehm.
dreier-Verschluss im Rücken
Der BH formt diskret und natürlich. Die Brust wird angenehm leicht angehoben und zentriert und behält eine natürliche leicht runde Form. Viele Balconettes verursachen einen starken Uplift-Effekt, indem sie den Busen stark zur Mitte anheben. Ich kenne das von meinen Cleo-BHs. Das ist bei Mirabelle nicht der Fall. Dennoch ist ein formender Effekt nicht zu übersehen.

Design:

Das Design finde ich sehr angenehm. Die schwarzen Stickereien in Cups sind durch kräftig orange, fast rötliche Pünktchen aufgewertet, vermutlich sind das die Mirabellen, zumal die Stickereien durchaus an einen Strauch erinnern. Stickereien und Pünktchen setzen sich im vorderen Teil der Träger fort. Der Cup-Abschluss enthält blütenförmige Lochstickereien und am oberen Stegende thront eine große pinkfarbene Schleife. Auch am unteren Ende des Bandes, bis zu den Seitenstächen ist diese Lochstickerei angesetzt. Die Seitenteile bis zum Rückenverschluss sind in einem schlichten Schwarz gehalten. Wer sich mit Spitzen-BHs schwer tut, dem kann ich diesen BH dennoch mit seinem sehr gelungenen Design empfehlen.
Schleife zwischen den Cups
Mirabellen mit Strauch

Sichtbarkeit:

Über die Sichtbarkeit von BHs wurde schon viel geschrieben. Wie alle Spitzen-BHs neigt auch der Mirabelle zum Durchdrücken der Cupnähte. Wer das nicht will, muss einen BH ohne Nähte oder einen Schalen-BH ausweichen. Wesentlicher aber ist, dass die eher flachere Schnittform den Busen nicht übermäßig betont, so dass er unter einem etwas weiteren Shirt wohl kaum auffallen wird.
eher unauffällig im Profil

Senkrechtnaht ist zu sehen

Fazit:

Mit Mirabelle ist Avocado ein schlichter, aber sehr ansprechender BH gelungen, der sogar eine gewisse diskrete Erotik ausstrahlt. Eine angenehme Passform mit leichten Materialien macht den BH auch an wärmeren Tagen zu einem diskreten und verlässlichen Begleiter. Feste Körbchen und ein elastischer Cupabschluss sorgen für ausreichende Toleranz, Seitenstäbchen und ein breites Band für sicheren Halt. Der Preis von ca. 70€ ist für einen BH dieser Qualität fair.

Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare. Als nächstes kommen wieder Reviews zu mehreren Curvy Kate BHs, darunter der gepaddete Ritzy und der ungepaddete Madagascar.

Einen angenehmen Sonntag und eine gute Zeit wünscht

Euer BraBerliner


PS: zum Thema Valentinstag schreibe ich nichts, da ich die Kommerzialisierung schlicht und einfach abtörnend finde. 

Freitag, 14. Dezember 2012

Pulloverzeit - Tipps zum Kaschieren von Brust und BH

Die letzten Tage und Wochen waren ja eine Art Vorgeschmack auf den Winter. Zumindest musste man sich schon wieder etwas dicker einpacken, wenn man im Freien unterwegs war. Da kommt dann schon die Frage auf, wie kann ich im Winter meinen Busen und den BH vor neugierigen Blicken von Kollegen oder Nachbarn schützen.

Die Wintermonate sind natürlich immer eine Art Härtetest, wenn es darum geht, den Vorbau zu kaschieren. Viele Männer sind der Meinung, dass man im Sommer größere Probleme damit hat, den Männerbusen der Neugier der Passanten zu entziehen. Dachte ich auch immer. Mittlerweile sehe ich das anders. Mehr als im Sommer, trägt man nämlich im Winter enger anliegende Kleidung, um Wärmedämmschichten über der Haut zu platzieren. Und beim Pullover wölben sich die Rundungen markant, zeichnet sich der Verschluss im Rücken ab oder kann man die Steller an den BH-Trägern erkennen. Um das zu Vermeiden, helfen unter anderem zwei Methoden, die ich mittlerweile anwende.

Das altbewährte Zwiebelprinzip wende ich an, indem ich im "Semi-business-look" ein Unterzieh-Shirt, darüber ein Hemd und obenauf einen leichteren Pullover trage. Die drei Schichten verdecken zumindest den BH-Verschluss und die Trägerversteller vollständig. Außerdem hat man, je nach Temperaturverlauf die Möglichkeit, die Anzahl der Schalen zu reduzieren. Die Brust selbst kann man natürlich nicht verdecken. Ein ungepaddeter oder ein glatter BH allerdings, der nicht zu sehr pusht, wie die bereits vorgestellten drei, formt die Brust unauffälliger. Im Freizeitlook klappt das ganze auch mit einem Sweatshirt oder einer Strickjacke (neudeutsch: Cardigan) anstelle des Pullovers. Die sind ja dann meistens eher körperumspielend. Dann kann man auch mal einen etwas dicker gepaddeten BH tragen. Entsprechende geeignete Exemplare werde ich demnächst auch vorstellen.

                                        *Hier wäre jetzt ein lang anhaltender Beifall fällig*

Das Tragen einer Jacke, die leger anliegt und ein dunkleres Hemd oder ein schwarzer, dunkelblauer oder anthrazitfarbener Rolli kaschieren nach dem Zaubererprinzip. Viele Zauberer verwenden ja schwarze oder dunkle Stoffe, um heimlich Gegenstände zum herbeizaubern zu verstecken. Das menschliche Auge kann Erhebungen bei dunklerer Umgebung deutlich schwerer wahrnehmen, als bei hellerer Umgebung. Insofern lässt sich mit einem dunklen Hemd oder Rolli, vorausgesetzt es oder er ist nicht busenbetont geformt, der BH und die Oberweite gut verdecken. Durch die Jacke wird die seitliche Silhouette verdeckt. Demzufolge verstecke ich auch nach diesem Prinzip meinen BH und meinen Busen. Klappt im Business-look auch mit Hemd sehr gut.

                                               *erleichtert den Schweiß abwisch*

Was aber die wichtigere Erkenntnis sein sollte, es kommt nicht auf den Büstenhalter sondern vielmehr auf die Oberbekleidung an, wenn man den Busen weniger auffällig verpacken will. Und natürlich ist es wichtig, dass man einen BH in der passenden Größe trägt, da dadurch die Brust von vornherein weniger groß wirkt. Aber das ist ja nun eine Binsenweisheit, die jede Frau weiß.

Insofern könnt Ihr ja mal den "Zauberer" oder die "Zwiebel" machen und dann prüfen.

Euer Braberliner