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Sonntag, 19. Oktober 2014

Ein wenig bla bla und erstaunliche Entdeckungen

Hallo Leute,

augenblicklich ist nicht so die beste Zeit zum Bloggen, wahrscheinlich, weil das Wetter noch richtig angenehm ist und der Herbst mit seinen grauen Tagen schon drohend hier und da an die Tür klopft.

Das fängt morgens an, wenn man nicht so recht aus dem Bett kommt und da meine Laufsaison noch nicht wirklich angefangen hat, trauere ich ein wenig dem Sommer mit seiner Morgensonne nach. Aber kommende Woche wird es wohl wieder mit den Morgenläufen starten. Das bringt schon mal gute Stimmung für den Tag und ist wahrscheinlich gut für die Gesundheit.

Bei den Sport-BHs hat sich ja einiges entwickelt. Die Hersteller haben wohl verstanden, dass ein guter Halt zwar wichtig, aber ein angenehmes Design auch nicht zu verachten ist. Und so kommt die nächste Generation entsprechend angenehm daher. Früher kam man sich bei den Sport-BHs ja doppelt bestraft vor. Viele Dinger sahen aus, als wäre das Tragen eine Bestrafung und die die gut aussahen, boten soviel Support, wie ein labberiges Unterhemd. Naja, die Zeiten sind mittlerweile vorbei. Ich bin beim Schnellsurfen mal bei meinen Lieblingsmarken vorbeigesurft und bin mit - für meine Begriffe - hübschen und guten Support versprechenden Aussichten belohnt worden.

Panache war ja schon immer ganz hübsch, nunmehr kommt der Sport-BH in einem knalligen gelb (original: lime) daher, der mir persönlich sehr zusagt.

Panache Sport BH und passender Slip
Quelle: www.panache-lingerie.com
Bei Anita gibt es einen schönen türkisfarbenen Sport-BH mit Racerback, der dürfte zum Laufen auch Spitze sein.

Anita-BH-X-Back
Quelle: www.anita.com
Auch Freya hat neben Spitzensupport nun auch mehr Buntes zu bieten, da macht das Laufen viel mehr Spaß: Mir persönlich gefällt ja der pinkfarbige Sport-BH sehr.

Freya Active pink crop-top Sport-BH
Quelle: www.freyalingerie.com
Was mir beim Stöbern in der online-Welt noch so aufgefallen ist, es gibt nunmehr eine Art Rückbesinnung auf unser inneres als Menschen. Die Zeit der "Clonisierung" durch fortwährenden Psychoterror gegen Menschen, die dem Werbe-Photoshop-Ideal nicht entsprechen scheint vorbei, dazu kommt, dass die Krankheitsbilder der Pharmabranche, die schon einige Ärzte mit im Spruchportfolio ("böse" Kohlenhydrate, Cholesterin etc.) haben, wieder öffentlich angezweifelt werden. Das macht doch richtig optimistisch.

Nichtdestotrotz, wir wollen ja fit bleiben, also sucht Euch den passenden und natürtlich auch mit "Spaßfaktor" versehenen Sport-BH und dann ab auf die Straße (oder besser den passenden Pfad) zum regelmäßigen Morgen- oder Abendlauf. 

Dann kann ich Euch nur eine herzliches "Sport frei" wünschen,

Herzlichst
Euer BraBerliner

Sonntag, 13. Juli 2014

Review Implicite Diamant 80E


Hallo Jungs und Mädels,

die Firma Simone Perele hat neben der Marke Simone Perele auch eine Marke namens Implicite im Portfolio. Implicite stellt hochwertige BHs zu etwas kleineren Preisen als Simone Perele im Bereich der kleineren Körbchen (A – F) her. Im Preissegment liegt Implicite in etwa im Bereich von Panache und Freya. Das heißt, man bekommt einen BH zu einem Preis zwischen 40 und 50€.


Implicite Diamant 80E - Frontansicht
Nachdem ich bislang vor allem bei den britischen Marken unterwegs war, dachte ich mir, es wäre zur Abwechslung mal interessant, die französische Marke zu testen. Implicite bewirbt seine Produkte als schlichte Eleganz mit grafischen Mustern und originellen Schnitten. Da ich selbst bislang vor allem mit oben offenen Schnitten sehr gut zurechtkomme (Balconnettes, Plunges und Halfcups) habe ich mich für den Diamant entschieden, der als Balconnette mit einer Senkrechtnaht in der Mitte des Körbchens, doppelt gefertigten Außenträgern und einem leichten Padding daherkommt.

Der BH in weiß besticht zunächst durch eine ausgezeichnete Verarbeitung und seine Rippstruktur am Cup. Zwischen den Cups sind, dem Namen gerecht, zwei kleine Strasssteine aufgenäht. Insgesamt jedoch zeichnet den BH tatsächlich seine schlichte Eleganz aus. Da ich mir mit der Größe nicht ganz sicher war, hatte ich zunächst das Modell in Größe 85D probiert und war, da ich die engen Bänder von Cleo und Panache gewöhnt bi, erstaunt über die gigantische Dehnbarkeit des Bandes. Deshalb habe ich sofort die kürzere Bandlänge 80 getestet. Auch hier ist eine große Dehnbarkeit vorhanden, aber insgesamt reicht der Halt auch im äußersten Haken aus.

Zunächst zu den Maßen und der Zusammensetzung:

 

Angaben in cmDiamant 80E
MaterialPolyester 49%
Polyamid 26%
Polyurethan 15%
Elasthan 10%
Unterbrustband Länge: fest / locker 100 / 73
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss11 / 3
Bügellänge / Bügelbreite30 / 17,5
Steghöhe / Stegbreite unten / oben9 / 7 / 2
Körbchentiefe27
Trägerlänge / Trägerbreite45 / 1,6

 

Was als erstes positiv auffällt sind die im Verhältnis zu den britischen BHs superlangen Träger, obwohl diese wegen der im vorderen Teil vorhandenen doppelten Ausführung nur auf die Hälfte regulierbar sind. Von der Größe der Körbchen und der Bügellänge erinnert mich der BH stark an den Panache Idina, der (38E allerdings umgerechnet in EU 85 F) analog ausfällt. Auch bei der Länge des Bandes liegt der Diamant mit dem Idina gleichauf.

Passform:

Ich bin mit der Passform zufrieden, obwohl ich eigentlich weniger auf gepaddete BHs stehe. Die Cups sind mit einer weichen Stoffschicht ausgelegt und nach oben relativ offen, so dass auch der Spitzenrand nicht einschneidet. Der BH formt weniger, als meine Cleos und macht ein flaches Profil, allerdings wird die Brust leicht nach vor gehoben und er wäre auch sicherlich gut geeignet, um ein kleines Dekolleté zu zaubern.


schickes Rippenmuster mit Stickereiabschluss
Decollete nicht ausgeschlossen
Das Band könnte etwas fester sein, es gibt sehr nach und ich fand die Dehnbarkeit des 80er Bandes auf etwa 100 cm schon grenzwertig. Normalerweise bin ich eine Dehnbarkeit von etwa 15 cm gegenüber dem Normwert gewöhnt, hier liegen wir bei 20cm. Für mich kein Wunder, wenn Frauen beim Kauf nach Tabelle regelmäßig BHs mit viel zu weiten Bändern kaufen.

Design:

Das Design ist schlichte Eleganz, gerade weil der BH eben nicht in den poppigen Farben der Cleos sondern in einem schlichten weiß gefertigt ist, wirken die Rippenmuster in den Körbchen sehr edel. Dazu die einfache Applikation zwischen den Cups und ein schlichter Abschluss aus Stickerei am oberen Cuprand. Ich würde das Design als absolut gelungen bezeichnen. Allerdings neigt das Rippenmuster unter Shirts zum Durchdrücken.


Strassapplikation zwischen den Cups
Insgesamt kann ich sagen, dass der Diamant tatsächlich ein Produkt edler französischer Lingerie ist. Mit guter Passform, allerdings großer Dehnbarkeit des Bandes und weich gepolsterten Cup ist er angenehm über den Tag zu tragen. Das schicke Design ist beinahe zu schade, ihn zu verstecken. Wer also einen schicken BH in kleinerem Körbchen sucht, der oder dem ist der Implicite Diamant sehr zu empfehlen.

Liebe Grüße

Euer BraBerliner

PS: Demnächst hier ein Review zum Cleo Marcie yellow, ein Super Sommer BH.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Review – Cleo Bella 38DD

Hi Leute,

Mit leichter Verspätung, eigentlich wollte ich schon im März dazu posten, meine Erfahrungen mit dem Cleo Bella. Vorweg, ich bin mittlerweile der Ansicht, dass die BH’s von Cleo und Panache aufgrund ihrer Bügelbreite und Bügelform am ehesten mit meiner Brust kompatibel sind. Allerdings erstaunt es mich schon, dass bei ein und der derselben Marke die BH-Größen von Modell zu Modell sehr unterschiedlich ausfallen. Da meine bislang am treffsichersten bewährte Größe bei 38DD liegt, teste ich natürlich vorzugsweise immer den Bereich von 38D bis 38E.

Anders zum Beispiel die BH’s von Masquerade, Freya und Fauve, die im Unterbrustband meist etwas weiter ausfallen, da teste ich meist die 36E. Da sollte man dann schon die Stoffzusammensetzung genau lesen, insbesondere der Anteil an Elasthan kann einen ersten Hinweis darauf geben, wie weit das Band sich dann tatsächlich anfühlt und wie stark es im Laufe der Zeit nachgibt.

Generell deshalb mein Tipp, bei Elasthan-Anteilen von mehr als 10% lieber das engere Band wählen und am Anfang vielleicht mit einem Verlängerer starten, der meist nach ein paar Wochen nicht mehr gebraucht wird.

Cleo Bella 38DD
Blumenmuster auf türkisem Grund
Aber konkret zum Cleo Bella. Ich finde das Blumenmuster, mit dem der BH daherkommt, recht hübsch. Aber Vorsicht, die leuchtenden Farben neigen stark zum Durchscheinen, besonders unter helleren Shirts oder Hemden. Wer also unsicher ist, dem rate ich eher ab. Generell kommt der BH als typischer ungepaddeter Cleo Balconnette daher. Das heißt, die übliche Dreiteilung der Körbchen, Quernaht, Senkrechtnaht im mittleren Drittel und oberhalb der Quernaht die übliche Spitze. Die Cups unter der Quernaht sind doppellagig und angenehm weich, wie auch die Spitzen oben. Beim Bella ist die Spitze weniger nachgiebig, als bei Millie und Lily, fordern aber auch weniger Volumen, als beim Meg. Das Band des Cleo Bella ist relativ fest und die Träger sind – selbst für Cleo – relativ kurz. 

Zu den technischen Daten:

Angaben in cm

Material
Polyester 48%
Polyamid 45%
Elasthan 7%
Unterbrustband Länge: fest / locker
101 / 75
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
10 / 3
Bügellänge / Bügelbreite
31 / 18
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
8 / 6 / 1
Körbchentiefe
27
Trägerlänge / Trägerbreite
34 / 1,7

Zum Design, der BH ist mit einem Blumenmuster auf türkisfarbenem Grund gestaltet. Das türkis ist kräftig und auch der Blumendruck scheint relativ stark durch dünnere Shirts durch. Die Spitze oberhalb der Quernaht ist ebenfalls Türkis mit kleinen gestickten Schmetterlingen. Abgegrenzt ist der obere Spitzenrand durch eine – wie bei den Schmetterlingen in Gelb gehaltene – Stickerei. Insgesamt ein schönes, verspieltes Frühlingsmotiv. Die Träger sind ebenfalls Türkis und voll regulierbar, was allerdings wegen ihrer Kürze keine große Bedeutung haben dürfte.
Schöner Kontrast die gestickten Schmetterlinge in Gelb
Der Sitz ist ausgezeichnet, das Band ist fest, lässt sich ausreichend dehnen auch der seitliche Halt ist ausreichend. Die Körbchen sind subjektiv gefühlt kleiner, als die Zahlen vermuten lassen. Ich fand ihn wegen der Spitze, die weniger nachgiebig ist, als bei Millie und Melissa beinahe grenzwertig, habe ihn aber wegen seiner vielen Pluspunkte behalten.

Den Cleo Bella gibt es bereits seit Frühjahr / Sommer 2013 in den Größen 28-38 D-J. Allerdings ist er in den aktuellen Kollektionen von Cleo nicht mehr aufgeführt. Wer dennoch Interesse hat, könnte eine der Schwestern (Lily, Marcy, Meg oder Melissa) probieren.


Seiteneindruck, Bügel sind ausreichend breit, gute Stützfunktion
Zum persönlichen Eindruck. Der BH ist gut gearbeitet und solide genäht. Die Bügel sind relativ fest und neigen weniger zum Verziehen, als die beim Lucy. Dadurch, dass im Bügelschlauch unter den Achseln noch etwa 1 cm Luft ist, piekst auch nichts in die Achseln. Der BH formt, wie auch Melissa und extrem Millie recht stark nach vor und hebt die Brust leicht an. Wer also weniger Form wünscht, dem rate ich ab. Den Stoff empfinde ich als angenehm weich und die Spitze kratzt ebenfalls nicht. Der Verschluss ist mit weichem Stoff unterlegt, so dass auch im Rücken nichts kratzt. Grenzwertig ist die Trägerlänge, es reicht bei mir gerade so. Insgesamt nicht vergleichbar mit meinem Favoriten (Melissa, Millie), aber insgesamt positiv.

Das nächste Review gibt’s hier in Kürze zum Minnie im Fliegenpilz-Design. Bis dahin alles Gute

Euer BraBerliner

Donnerstag, 17. April 2014

Endlich Ostern

Hi all,

nach einer Woche Pause steigt mein Mitteilungsbedürfnis wieder so stark an, dass ich unbedingt posten muss. Gott sei Dank  - es ist Ostern. Ostern ist mein Lieblingsereignis. 

Jetzt werden viele erstaunt fragen, warum? Da fallen mir gleich viele Gründe ein:


  1. Ich mag Eier, egal ob Spiegelei, Rührei oder sanft gekocht. Als Kind habe ich noch Eier ausgetrunken. Iiiiigitt höre ich es schon rufen, rohe Eier???? Und das ist doch auch gefährlich.  Naja, weniger gefährlich, als vieles andere ...
  2. Der Sommer kommt immer näher. Es wird wärmer, morgens ist schon hell und abends länger. Wir bekommen wieder viel Sonne ab und wissen  ... die nächsten Monate bleibt das so.
  3. Der Kommerz ist weniger schlimm, als zu Weihnachten ... :) Vermutlich liegt das daran, dass man Ehrfurcht vor der Kreuzigung dessen hat, der Kommerz abgelehnt hat und wegen des Kommerzes (der Silberlinge) verraten wurde. Lieber Einzelhandel, halte dich auch künftig zurück. Die vielen "Schmunzelhasen" ab Mitte Januar sind Kummer genug.
  4. Ostern geht immer von Freitag bis Montag. Ein Tag länger frei, als Pfingsten, keine permanenten Wechsel, wie zu Weihnachten, nur mit dem ersten Vollmond im Jahr, das müssen wir noch fixen auf Ende Januar, damit Ostern nicht so früh ist. Aber dieses Jahr klappt es ja.
  5. Die Figur des hoppelnden Osterhasen ist mir viel sympathischer, als der unrasierte Weihnachtsmann. Häschen mit Eierkiepe auf dem Rücken sind was Putziges.
Das sind doch schon mal recht viele Gründe. Natürlich gefällt mir auch der Osterspaziergang .. der von Goethe natürlich. "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungsglück ..." He, das ist doch tausendmal besser, als die ganzen Schmonzetten und Monumentalfilme im Fernsehen. 

Da fällt mir doch glatt "Das Leben des Brian" ein. Wahrscheinlich die lustigste "Überlieferung" ... nicht von Jesus ... hier sei klargestellt, von Brian, dem Nachbarsohn. 

War noch was? Ach ja, endlich wieder regelmäßig mit dem Rennrad draußen, puristisches Vergnügen ohne jede Federung, pure Kraft umgesetzt in kinetische Energie, keine unnützen Federn, dahingleiten und genießen ... das zarte Grün der erwachenden Natur ... der kühle Luftzug und die Chance das um sich herum wahrzunehmen und aufzusaugen. 

Vielleicht noch ein paar Ankündigungen zum Schluss. Ich habe den Cleo Fliegenpilz-Minnie getestet und bin stolzer Besitzer, darüber hinaus der Panache Idina in der Frühlingsfarbe blossom, puristisch und superbequem. Und schlussendlich auch den Panache Sienna in Black/spice. Die kommen demnächst hier im Review. 

Aber jetzt kommt erstmal was ?... Natürlich, Ostern!

Liebe Ostergrüße

Euer BraBerliner

Sonntag, 30. März 2014

Review – Fauve Veronique

Hallo Leute,

die Marke Fauve ist eine der Premiummarken von Eveden. Fauve-BHs sind sozusagen der Luxusableger des Labels Fantasie. Fauve-BHs zeichnen sich durch diverse Stickereien und Muster in den Cups ab. Die meisten Fauve-BHs sind leicht gepaddet und sind zum Druntertragen eigentlich fast zu schade. Der Fauve Veronique ist ein typischer Fauve-Halfcup mit zwei Senkrechtnähten im Cup. Die Serie Veronique gibt es seit 2011 im Sortiment mit jährlich wechselnden Farben. Ich habe das 2013er Modell in azalea getestet.

Fauve Veronique 38DD sehr schicke Stickereien im Cup
gut zu sehen die bestickten Senkrechtnähte, leider auch unterm Shirt

Auffallend beim Veronique ist der zweischichtige Aufbau, über der unteren Schicht, die gepaddet ausgeführt ist, ist eine zweite Schicht aus Spitze mit aufwändiger Ornamentstickerei, die dem BH ein sehr edles Gesamtbild verleiht. Der Farbton azalea ist ein kräftiges, dunkles Rot, das sehr gut mit der schwarzen Stickerei am Obercup und an den Seitenteilen harmoniert. Nachteil der Stickerei, sie drückt sich sehr stark durch die Oberbekleidung durch, was auch für die beiden Senkrechtnähte gilt. Insgesamt hat mich der Veronique dabei sehr an den Masquerade Tiffany erinnert, dessen Senkrechtnähte auch verhältnismäßig stark auftragen. Unauffällig zu tragen dürfte der Veronique vor allem unter dichter gewebter Oberbekleidung zu tragen sein, die weniger eng am Körper anliegt.

Frontansicht - leichte Falten im Untercup
relativ breiter Steg

Der Vergleich mit dem Tiffany von Masquerade in Bezug auf die Schnittform liegt insbesondere auch nahe, weil der Veronique relativ flach geschnitten ist und ebenfalls sehr breite Bügel hat. Das Unterbrustband ist relativ weit und mäßig dehnbar. Der relativ geringe Anteil an Elasthan im Gewebe dürfte für relativ gute Formbeständigkeit sorgen. Vermutlich deshalb ist auch das Band im lockeren Zustand weiter, als bei den meisten Cleo- und Panache-BHs.

Rückansicht -Träger ausreichend lang

Das Material des Veronique ist angenehm weich und ausgezeichnet verarbeitet. Keine losen Fäden, wie man sie bei diversen anderen BHs antrifft und auch die Träger sind fast übergangslos am Körbchen angenäht. Mein Test bezog sich auf die Größe 38DD, die ich üblicherweise bei den meisten Cleo-BHs trage und die Passform war für mich durchwachsen. Das kann an den relativ geschlossen Cups liegen, die für einen Halfcup für meine Begriffe schon fast zu geschlossen sind und mich eher an einen Fullcup erinnern. Außerdem verlangt der BH mehr Gewebe im unteren Cupteil, weshalb er bei mir trotz des Paddings leichte Falten schlägt. Dennoch würde ich den BH durchaus als breitbrusttauglich einstufen.

Seitenansicht - sehr runde Form
schicke Stickerei am Seitenteil

Da ich eine gewisse Ähnlichkeit zum Masquerade Tiffany unterstelle, habe ich zum Vergleich mal die Materialzusammensetzung und die Messwerte mit aufgeführt.

Vergleich Masquerade Tiffany strapless 38DD – Fauve Veronique 38DD

Angaben in cm
Masquerade Tiffany strapless 38DD
Fauve Veronique 38DD
Material
48% Polyester
11% Baumwolle
10% Nylon
7% Elasthan
50% Polyester
46% Polyamid
4% Elasthan
Unterbrustband Länge: fest / locker
81 /108
85 / 100
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
10 / 5
9 / 4
Bügellänge / Bügelbreite
29 / 18
29,5 / 17
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
9 /5 / 1
7 / 7 / 1
Körbchentiefe
24
27
Trägerlänge / Trägerbreite
40 / 1,5
45 / 2

Fairerweise muss man berücksichtigen, dass der Tiffany als strapless getragen werden kann, weshalb das UBB breiter und kürzer ist und auch der Steg höher ist als beim Veronique. Die Träger des Veronique sind mit bis zu 45 cm Länge sehr ausreichend. Der BH wird im Rücken mit dreimal zwei Haken und Ösen geschlossen. Den Fauve Veronique gibt es in den Größen 30 D-G, 32-38 B-G.

Zusammenfassung:

Der Fauve Veronique ist ein sehr edler BH mit schicken Verzierungen und breiten, langen Bügel, die sich für die Breitbrust gut eignen. Die Körbchen sind relativ flach und fordern vor allem im unteren Brustbereich relativ viel Volumen. Im oberen Brustbereich lassen sie wenig Spielraum, das leichte Padding formt relativ rund, die senkrechten Nähte und gestickten Verzierungen neigen jedoch stark zum Durchdrücken unter der Oberbekleidung. Das Band ist relativ lang, aber recht fest und der geringe Anteil von Elasthan im Gewebe sollte lange Formbeständigkeit garantieren. Insgesamt ist der BH mit kleinen Einschränkungen und Beachtung der jeweiligen Brustgewebeverteilung durchaus zu empfehlen. Für mich persönlich war er weniger geeignet. Allerdings hat er mein Interesse an anderen Modellen von Fauve geweckt.

Wie immer freue ich mich über Kommentare.

Euer Braberliner



Sonntag, 2. März 2014

Cleo Millie – der Schnittzwilling von Melissa

Hi Leute,

alle Wochen wieder, heute wieder mal ein Review. Wer meinen Blog schon in Weilchen liest, wird ein geheimes Faible zu den Cleo-BHs von meiner Seite bemerkt haben. Das liegt vermutlich daran, dass die Cleo-BHs einige Vorzüge haben, die für mich entscheidend sind.

Cleo ist eine schrille Marke der Panache-Gruppe und soll vermutlich junge Frauen ansprechen. Für konservative Deutsche sind die Farbgestaltungen möglicherweise etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man den bunten Blümchen- und Motivdrucken aber zugetan ist, dann findet man eine Marke, die gute Qualität hat, schön formende Schnitte produziert und die vor allem durch breite, nicht allzu starre Bügel und feste Unterbrustbänder überzeugt. Dazu kommt, dass viele Modelle ohne Padding auskommen, dafür der Stoff selbst fester ist. Andererseits sind die relativ stark pushenden Schnitte der Cleo-BHs nicht unbedingt der Wunsch eines Mannes, der seinen Busen nicht unbedingt in den Mittelpunkt rücken möchte. Aber das ist weniger eine Frage des BHs, als der Oberbekleidung und der Accessoires, die den Blick von der Brust weglenken sollten. Dazu in einem späteren Post weiteres.
Cleo Melissa 38DD - Blümchenmuster in blau


Cleo Millie 38DD - Spotmuster auf schwarzem Grund
Der Cleo Millie ist für mich vor allem wegen der Spot-Musterung, eigentlich sind es Spots in Quadraten, so von Interesse. Ich persönlich liebe diese Spots. Und ich muss sagen, mit den Spots, der breiten schwarzen Spitze am Obercup, den roten Mäusezähnchen am UBB und der gelben Schleife zwischen den Cups ist der Millie tatsächlich viel schöner, als auf den Werbefotos von Panache und diversen Internethändlern. Das entscheidende an dem, aus meiner Sicht rundum gelungenen Design, ist die schwarze Farbe, die Band, Seitenteile, Träger und Spitze von den Farbklecksen der Cups kontrastreich abhebt.

Millie - schicker breiter Spitzenrand mit gelber Schleife zwischen den Cups
Das von mir getestete Modell in Größe 38DD war sehr gut verarbeitet, lediglich ein paar wenige lose Fadenreste an den Bügelschläuchen. Der Verschluss, am äußersten Haken teilweise bei Cleos nur sparsam hinterlegt, hier war ausreichend  und vor allem auch weiches Material vorhanden, was ein Drücken der Haken in den Rücken ausschließt.
Melissa - Seitenansicht

Millie - Seitenansicht
Etwas knapp wie bei Cleo wohl üblich, die Träger, aber mit bis zu 36 cm wegen der höheren Verbindungen an Band und Cup auch für mich ausreichend. Die Träger etwas schwer verstellbar, wegen der Mäusezähnchen, dafür aber ausreichend breit und weich. Der nahezu gleiche Anteil Polyester / Polyamid ist wohl vor allem im Stoff der Körbchen für die Festigkeit zuständig. Diese geben zusammen mit dem festen Unterbrustband einen ausgezeichneten Halt. Dabei werden die Brüste deutlich nach vorn geformt und leicht angehoben. Das Ergebnis ist eine natürlich runde Form. Allerdings kann ich das nur für die kleineren Körbchengrößen sagen. Cleo ist ja bekannt dafür, dass die BHs in kleinen Körbchen oftmals deutlich anders ausfallen und formen als in großen Körbchen.
Melissa Rückansicht

Millie Rückansicht
Nach dem ersten Probieren war mir klar, dass der BH nahezu schnittgleich zum Cleo Melissa ist. Lediglich Motiv und Stoff selbst sind abweichend. Deshalb auch hier, wie beim Beitrag zum Lily der unmittelbare Vergleich zu Melissa.

Angaben in cm
Cleo Millie 38DD
Cleo Melissa 38DD
Material
48% Polyester
46% Polyamid
6% Elasthan
49% Polyester
45% Polyamid
6% Elasthan
Unterbrustband Länge: fest / locker
76 /98
78 / 100
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
10 / 3
10 / 3
Bügellänge / Bügelbreite
28 / 16
29 / 16
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
9 /5 / 1
9 / 5 / 1
Körbchentiefe
28
28
Trägerlänge / Trägerbreite
36 / 2
38 / 1,5

Der Aufbau beider BHs am Körbchen ist nahezu identisch. Senkrechtnaht im vorderen Drittel des Körbchens, die Waagerechtnaht ist gleichzeitig ober Cupabschluss, an den bis kurz vor der Trägerbefestigung eine breite Spitze angenäht ist. Die weiche elastische Spitze lässt der Brust Freiheit und schneidet nicht ein, kann aber zu leichtem Faltenwurf führen. Dennoch gefällt mir die Form gut, der BH ist äußerst angenehm zu tragen. Aus meiner Sicht fällt er auch größengetreu aus.
Millie - schickes Motiv . guter Vorwärts- und Uplift
Aus meiner Sicht ein rundum gelungener Balconnette von Cleo, der für Brüste mit breiter Brustbasis sehr gut geeignet ist. Die schöne runde Form wirkt natürlich und der Halt ist ausgezeichnet.
Millie - sehr schickes Design
Ich persönlich bin gespannt, welche neuen Modelle Cleo auf der Millie/Melissa – Schiene demnächst ins Angebot nimmt.

Bis bald


Euer BraBerliner

Dienstag, 7. Januar 2014

BH-Schwestermodelle

Hallo Leute,

kennt Ihr das auch? Ihr habt endlich einen BH gefunden, der perfekt sitzt und möchtet ihn gern noch in einer anderen Farbe, aber die gibt es nicht. Oder der BH wird nicht mehr hergestellt. Dann hilft meistens nur noch der Versuch, über eBay oder Schnäppchenaktionen doch noch ein Modell in der richtigen Größe zu ergattern. Allerdings kann man auch ein ähnlich geschnittenes Modell probieren. Bei den Busenfreundinnen, werden solche ähnlich oder gleich geschnittenen BHs auch als Schwestermodelle bezeichnet.

Jede Saison wechseln die Hersteller ihre Kollektionen. Wie bei Autos oder Waschmaschinen werden dann zum einen neue Modelle angeboten oder vorhandene Modelle werden angepasst. Bei der Auswahl spielen vor allem die Verkaufszahlen eine große Rolle und natürlich werden auch Schnittfehler anhand des Feedbacks korrigiert. Wenn man das weiß, dann kann man sich vielleicht mit einem solchen ähnlichen Schnitt einen passenden BH in der gewünschten Farbe zulegen.

Nach umfänglichen Anproben und Tests haben sich bei mir vor allem die Balconnettes von Cleo und Panache sowie der eine oder andere Halfcup von Freya als viel versprechend erwiesen. Je nach Oberbekleidung versuche ich dann auch einen farblich passenden BH zu wählen. Da ich gern dunklere Hemden oder Pullover wähle, aber auch gern mal ein oranges oder türkisfarbiges Shirt trage, habe ich auch entsprechende farbliche Anforderungen an das Darunter. Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man wartet die neue Saison ab und hofft, dass das passende Modell in der gewünschten Farbe produziert wird oder man versucht ein anderes Modell. Dann ist es gut, wenn man entsprechende Modellschwestern kennt, um die die Suche einzugrenzen.

Heute möchte ich die Modellschwestern aus der Serie Cleo von Panache vorstellen, die im Detail etwas voneinander abweichen, aber in Summe in etwa gleich geschnitten sind. Alle BHs gehen auf den legendären Cleo George zurück, der zwar einige kleinere Schnittmängel hatte, aber wohl sehr passkonform zu vielen verschiedenen Brüsten war.

Zu dieser Gruppe gehören unter anderem die Modelle Alexa, Marcie, Meg, Melissa, Natasha und Zia sowie in der laufenden und kommenden Saison Lily und Bella. Ich könnte jetzt noch mehr Modelle aufzählen, aber das bringt nichts. Ich möchte mich konkret auf die drei in meinem Besitz befindlichen BHs Meg in Birdprint, Melissa in blau/rot und Alexa Samba Spot beziehen. Ich hoffe, demnächst auch den Cleo Lily testen zu können, dann werde ich auch ein kurzes Review dazu verfassen.

Was ist bei Schwestermodellen meistens gemeinsam? In aller Regel haben sie gleiche Bügellängen und –formen, die Körbchentiefe ist in etwa gleich, sowie die Trägerbefestigung und der Grundschnitt (Quer und Senkrechtnähte) sind äquivalent. Alle drei vorgestellten Modelle haben diese gleichen Eigenschaften. Sie unterscheiden sich aber in folgenden Punkten:

Cleo Alexa Samba Spot 38D
Cleo Meg Birdprint 38DD
Cleo Melissa Blau/rot 38DD
  • Der Alexa ist am oberen Körbchen Rand offener, als Meg und Melissa, er fällt im Körbchen auch etwas tiefer aus.
  • Die BHs haben einen unterschiedlichen Körbchenabschluss, der Melissa hat eine breitere und elastischere Spitzenbordüre am oberen Rand, der Meg hat ein Zierband, dass relativ unelastisch ist und teilweise zum Einschneiden neigt,
  • Alle drei BHs kommen mit hoch reichendem Brustgewebe gut klar, der Meg verlangt das sogar. 
  • Alle drei BHs drücken die Brust in Richtung Mitte und formen sie rund.






Die drei BHs bringen die Brüste von der Seite relativ gut nach vorn und heben sie leicht an. So entsteht ein rundes Profil. Alle drei Schnitte haben kleinere Mängel, aber in Summe passen sie mir sehr gut. Der Vorteil dieser Schnittähnlichkeit ist, dass sich das Angebot deutlich erweitert. Zwar gibt es den Alexa nicht mehr, aber der Meg ist mittlerweile neben der Birdprintvariante auch in Coralspot und Coralprint, den Melissa gibt es in Blau/rot und dazu gibt es den Marcie in saisonal wechselnden Farben, demnach ist die Auswahl deutlich größer.






Wenn man allerdings eher Basic-Farben wünscht, dann bietet sich bei Cleo der Lucy an, den es standardmäßig in schwarz und weiß und dazu in saisonal wechselnden Farben gibt. Zuletzt gab es ihn in Blau und Neonprint, in der neuen Saison kommt er in Rot. Allerdings hat der Lucy eine etwas andere Schnittform.


Das solls für heute gewesen sein.




Euer BraBerliner