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Sonntag, 16. Oktober 2016

Longline BHs – Freya Daydreamer

Hallo Leute,

nach längerer Pause anbei heute wieder ein Testbericht.

Longline – BHs gelten allgemein als langweilig und unbequem. Ist natürlich Unsinn, fast jedes Label hat heute schicke und bequeme Longlines im Angebot, die einen leichten Touch zur Corsage haben, wahlweise unifarben oder mit bunten Motiven. Ich hatte bislang nur einen Longline (von Pour Moir?) getestet, der aber vom Schnitt her nicht meins war, dazu kamen die zu kleinen Cups. Danach habe ich es eine Weile gelassen. Mir waren, ehrlich gesagt, die meisten zu sehr in Richtung Corsage und damit zu „feminin“ geschnitten, wenn man das bei BHs überhaupt sagen kann. Dann habe ich den Daydreamer gesehen, den ich sowohl vom Schnitt her, als auch vom Muster her sehr interessant gefunden habe und ich dachte, ich probiere mal. Dazu kam, dass dieser Longline von Freya kommt. Bislang habe ich mit Freya, mit einer Ausnahme, eher weniger gute Erfahrungen bezüglich Kompatibilität mit meiner Brust gehabt, vielleicht klappt es ja mit einem Longline-BH.

Nach einem ersten Test, mit unschlüssigem Resümee und mehrfachem Tragen bin ich jetzt soweit, eine klare Empfehlung auszusprechen. Im Laufe der Jahre und nach vielen Tests bin ich in der Einschätzung vorsichtiger geworden. Einige BHs, die mir beim ersten Versuch super gefielen, sind in meiner täglichen Garderobe seltener enthalten, andere, die ich anfangs eher vorsichtig beurteilt habe, sind zum first runner aufgestiegen. Sämtliche Bewertungen sind subjektiv, so dass die ersten Bewertungen immer emotional auch durch die Optik auf das „Tragegefühl“ durchschlagen. Die richtige Empfehlung kommt erst nach einem langen Tag und nach mehrmaligem Tragen zustande. Das ist auch ein Grund, warum ich jetzt erst nach längerer Zeit entsprechende Berichte schreiben werde.

Aber zum Daydreamer. Der BH, der durchaus auch in die Rubrik Corsage gebucht werden kann – allerdings lassen sich die Träger nicht entfernen und der übliche Push-Effekt entfällt, ist ein mit 6 Häkchen im Rücken zu schließender Full-Cup-BH im leichten Balcony-Style.
Das Band ist rundum breit und unter den Cups etwa 3 cm breit, es trägt sich sehr bequem ohne Einschneiden und stützt sehr unauffällig. Überhaupt ist der BH sehr angenehm zu tragen, vermutlich ist die Materialmischung mit geringem Lycraanteil (6%) und die leichte Fütterung der Cups ein entscheidender Grund dafür. Etwas nervig, wenn man in Eile ist, ist das Schließen der 6 Haken, aber daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt.

Technische Daten:

Angaben in cm
Freya Daydreamer Longline 38E
Material
Nylon 55 %
Polyester 35 %
Lycra 9 %

Unterbrustband Länge: fest / locker
99 / 82
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
13,5 / 10,5
Bügellänge / Bügelbreite
33  / 18
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
13,5 / 9 / 1
Körbchentiefe
28
Trägerlänge / Trägerbreite
44 / 1,8


Schnittform:

Die Träger sind weniger weit außen angebracht, als beim Balconnette. Der BH hat auch keine Quernaht, aber zwei kräftige Senkrechtnähte, die auch durch die Bekleidung drücken, verleihen den leicht gefütterten Körbchen Stabilität und formen sehr natürlich ohne übermäßig anzuheben. Bei der Zuordnung bin ich deshalb eher unsicher. Vermutlich geht das Ganze als Full-Cup durch, da auch die Träger ja eher mittig als seitlich liegen.

Freya Daydreamer - der Name trifft 100% zu, eigentlich zu schade zum Verstecken

Passform und Tragekomfort:

Der BH sitzt wie eine zweite Haut. Ich war anfangs wegen des breiten Bandes unter den Cups skeptisch, ob es sich beim Sitzen einrollt, aber es blieb den ganzen Tag, wo es hingehört. Der Stoff ist sehr angenehm zur Haut, die Bügel drücken nicht und die Träger bleiben an Ort und Stelle. Insgesamt superbequem.

6 Haken als Verschluss, superbequem beim Tragen, lange Träger

Design:

Der Name Daydreamer passt perfekt zu diesem BH. In hellem Champagnerton mit einem fantasievollen Blütenmuster, das über den ganzen BH geht, kleine bunte Punkte auf den Trägern und drei zitronengelben Knöpfen zwischen den Cups fühlt man sich als Teil einer Blumenwiese. Man spürt ein inneres Verlangen, diesen schicken BH nicht vor den Blicken zu verstecken.

florales Muster rundum - stützt mit Komfort
Sichtbarkeit:

Die beiden Senkrechtnähte drücken durch den Stoffe, ansonsten ist nichts zu sehen, kein aufdringliches Pushen, die Brust bleibt, angenehm gestützt und leicht rund geformt, an Ort und Stelle.

unübersehbar - die Senkrechtnähte

von der Seite eher unauffälliges, natürliches Profil
Fazit:

Von wegen Longline gleich langweilig. Dieser BH ist spannend, bequem und ein echter Hingucker. Verarbeitung, Passform, Design und Komfort bekommen die volle Punktzahl. Weiter so Freya.

Über Eure Kommentare freue ich mich wie immer.

Bis dahin alles Gute
Euer BraBerliner


Sonntag, 26. April 2015

Alle Jahre wieder – Tipps für die Sommergarderobe


Hallo Ihr Lieben,

so langsam geht es mit den Temperaturen bergauf, die Winterklamotten sind schon eine Weile im Schrank verschwunden und die leichteren Sachen rücken wieder ins Zentrum. Neben Shirts sind Halbarm-Hemden gängige Sommergarderobe, auf Jacken wird gern verzichtet.

Wieder stellt sich die Frage, wohin mit dem Busen? Wenn er nicht wackeln soll, muss der BH wieder ran, aber was mache ich, damit man nicht sofort erkennt, dass ich einen BH trage? Kommt Euch das bekannt vor? Wenn ja, dann anbei ein paar Vorschläge für die warmen Wochen im Sommer.

Was für die Mädels auch nicht immer angenehm ist, ist für Männer nahezu ein No Go, vorblitzende BH-Träger oder –ränder, durchschimmern des BHs unter dünnen Shirts oder Hemden, durchdrückende Spitze etc.

Welche BHs eignen sich insbesondere im Sommer?

Am besten sind pastellfarbige BHs, wenn möglich mit glatter Oberfläche oder wenig erhabener Spitze, auch die Nähte sollten eher flach sein.

Der Klassiker ist der sogenannte T-Shirt-BH, es gibt ihn in der Vollschalen-, Halbschalen oder Plunge-Version. In den Farben beige, gelb oder in diversen Rottönen sind derartige BHs kaum wahrnehmbar, im Gegensatz zum Busen selbst, der je nach Ausführung des BHs (Padding oder gar Polsterung, Trägerbefestigung als Außenträger, Bügelbreite, Körbchentiefe) mehr oder weniger deutlich schön rund geformt offen zu Tage tritt. Mein persönlicher Liebling ist Smoothie von Curvy Kate (Review kommt demnächst). 


Curvy Kate Smoothie - gut geeignet für den Sommer

Als Balconnette ausgeführt, gibt er ordentlichen Komfort, ohne besonders zu pushen. Die Farbe ist zwar kräftig, wird aber meist unter selbst dünnen Stoffen kaum sichtbar. Alternativ mein absoluter Liebling der Ewa Michalak S Szygus, der allerdings ordentlich pusht.


Ewa Michalak S Szygus

Wer Angst vor durchdrückenden Trägerverstellern hat, kann sich mit einem trägerlosen BH ausrüsten, eigentlich gemacht, um schulterfreie Tops zu tragen (machen wir ja eher nicht). Ich habe bislang Freya Deco und Masquerade Tiffany getestet, ohne so richtig überzeugt zu sein. Für den Sommer bin ich noch auf der Suche, könnte mal den Luxe von Curvy Kate testen.


Freya Deco strapless - der Klassiker

Masquerade Tiffany strapless


Dünne Spitzen-BHs in weniger kräftigen Farben oder BHs mit flachen Nähten sind auch immer gut geeignet, hier mein Liebling der Cleo Marcie in Gelb (Spitzen – Balconnette) oder Fräulein Annie "Falling in love" mit glatten Körbchen und wenig auffallender Spitzenbordüre. 


Fräulein Annie Falling in love

Cleo Marcie yellow

Ebenfalls superbequem und wenig auffällig ist der Idina von Panache. Kommt bei mir im Sommer wieder regelmäßig zum Einsatz. Für die dunkleren Sachen habe ich noch den Eliza von Tutti Rouge zu bieten.


Panache Idina
Tutti Rouge Eliza

Was muss ich bei der Oberbekleidung beachten?

Es gibt zwei Wege, um vom Busen abzulenken. Besonders legere Garderobe bringt übrigens nichts, sie sieht nur schlecht aus und verstärkt sogar noch, weil sie am Busen aufliegt und dann hängt.

Methode eins: Enges Shirt mit lockerem Hemd darüber, das Hemd darf durchaus over-sized sein, allerdings nicht übertrieben. Am besten machen sich taillierte Hemden, da wird der Brustkorb nur leicht betont.

Methode zwei: Shirt oder Hemd mit dünner Jacke aus Leder oder Stoff ohne größere Brusttaschen oder ähnliches. Das Hemd kann dann durchaus knapper sein, weil die Jacke alles mehr oder minder kaschiert.

Alternative Garderobe ist das Poloshirt. Nachdem ich irgendwann meine Selbstbeobachtungsphase überwunden hatte, habe ich festgestellt, dass Poloshirts perfekt zum BH passen, da sie geschlossen und nur oben mit wenigen Knöpfen versehen sind. Auch hier sollte man die taillierten Versionen bevorzugen, übrigens lohnt sich hier tatsächlich der Blick in die Damenabteilung. Bei den Polos haben sich die Ausführungen zwischen Herren und Damen mittlerweile ziemlich stark angepasst, meist sind die Farben beim Damenmodell sehr viel schöner.

 

Noch Fragen? Was macht Ihr im Sommer? Habt Ihr Tipps für mich? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare.
Liebe Grüße

 

Euer BraBerliner

Sonntag, 19. Oktober 2014

Ein wenig bla bla und erstaunliche Entdeckungen

Hallo Leute,

augenblicklich ist nicht so die beste Zeit zum Bloggen, wahrscheinlich, weil das Wetter noch richtig angenehm ist und der Herbst mit seinen grauen Tagen schon drohend hier und da an die Tür klopft.

Das fängt morgens an, wenn man nicht so recht aus dem Bett kommt und da meine Laufsaison noch nicht wirklich angefangen hat, trauere ich ein wenig dem Sommer mit seiner Morgensonne nach. Aber kommende Woche wird es wohl wieder mit den Morgenläufen starten. Das bringt schon mal gute Stimmung für den Tag und ist wahrscheinlich gut für die Gesundheit.

Bei den Sport-BHs hat sich ja einiges entwickelt. Die Hersteller haben wohl verstanden, dass ein guter Halt zwar wichtig, aber ein angenehmes Design auch nicht zu verachten ist. Und so kommt die nächste Generation entsprechend angenehm daher. Früher kam man sich bei den Sport-BHs ja doppelt bestraft vor. Viele Dinger sahen aus, als wäre das Tragen eine Bestrafung und die die gut aussahen, boten soviel Support, wie ein labberiges Unterhemd. Naja, die Zeiten sind mittlerweile vorbei. Ich bin beim Schnellsurfen mal bei meinen Lieblingsmarken vorbeigesurft und bin mit - für meine Begriffe - hübschen und guten Support versprechenden Aussichten belohnt worden.

Panache war ja schon immer ganz hübsch, nunmehr kommt der Sport-BH in einem knalligen gelb (original: lime) daher, der mir persönlich sehr zusagt.

Panache Sport BH und passender Slip
Quelle: www.panache-lingerie.com
Bei Anita gibt es einen schönen türkisfarbenen Sport-BH mit Racerback, der dürfte zum Laufen auch Spitze sein.

Anita-BH-X-Back
Quelle: www.anita.com
Auch Freya hat neben Spitzensupport nun auch mehr Buntes zu bieten, da macht das Laufen viel mehr Spaß: Mir persönlich gefällt ja der pinkfarbige Sport-BH sehr.

Freya Active pink crop-top Sport-BH
Quelle: www.freyalingerie.com
Was mir beim Stöbern in der online-Welt noch so aufgefallen ist, es gibt nunmehr eine Art Rückbesinnung auf unser inneres als Menschen. Die Zeit der "Clonisierung" durch fortwährenden Psychoterror gegen Menschen, die dem Werbe-Photoshop-Ideal nicht entsprechen scheint vorbei, dazu kommt, dass die Krankheitsbilder der Pharmabranche, die schon einige Ärzte mit im Spruchportfolio ("böse" Kohlenhydrate, Cholesterin etc.) haben, wieder öffentlich angezweifelt werden. Das macht doch richtig optimistisch.

Nichtdestotrotz, wir wollen ja fit bleiben, also sucht Euch den passenden und natürtlich auch mit "Spaßfaktor" versehenen Sport-BH und dann ab auf die Straße (oder besser den passenden Pfad) zum regelmäßigen Morgen- oder Abendlauf. 

Dann kann ich Euch nur eine herzliches "Sport frei" wünschen,

Herzlichst
Euer BraBerliner

Sonntag, 23. März 2014

Review Freya Faye Plunge 38E

Hi Leute,

die Marke Freya aus der Eveden Gruppe ist vor allem für ihr Erfolgsmodell Deco bekannt, dass es regelmäßig in diversen Versionen sowohl als Basic als auch als Saisonversion gibt. Die Freya-BHs sind für ihre weichen Stoffe und sehr gute Verarbeitung, aber auch für reichliche Unterbrustbänder wegen des hohen Elasthan-Anteils im Material bekannt.
Freya Faye 38E
im geheimen ein Panache?
Schwarzer Spitzenrand scheint dunkelbraun zu sein

Panache Andorra Plunge 38E

Ich habe bislang vor allem die Halfcup-Schnitte von Deco und Patsy getestet und war dabei eigentlich weniger erfolgreich. Den Freya Faye habe ich durch Zufall beim Sale in Doppel D probiert und möchte ihn an dieser Stelle vorstellen. Aus meiner Sicht ist der Freya Faye ein Plunge BH, der mich in der Ausführung und im Schnitt ziemlich stark an die Plunges von Panache erinnert. Die Bügel sind für Freya ungewöhnlich breit und die Körbchen weniger tief. Auch pusht der Faye weniger, als andere Freyas. Insgesamt kann ich somit den Eindruck bestätigen, dass der Faye im geheimen ein Panache – Schnitt ist. Um dies zu untermauern habe ich ihn hier im Vergleich zum Panache Andorra Plunge dargestellt.


Vergleich Freya Faye 38E zu Panache Andorra Plunge 38E

Angaben in cm
Freya Faye 38E
Panache Andorra 38E
Material
69% Polyester
19% Polyamid
12% Elasthan
0% Polyester
88% Polyamid
12% Elasthan
Unterbrustband Länge: fest / locker
83 /102
78 / 100
Unterbrustband Höhe: Achseln / Verschluss
8,5 / 4
11 / 4
Bügellänge / Bügelbreite
28 / 18
28 / 18
Steghöhe / Stegbreite unten / oben
6 /5 / 1,5
6 / 6 / 1
Körbchentiefe
28
28
Trägerlänge / Trägerbreite
40 / 1,5
38 / 2


Insgesamt bestätigen die Messwerte meinen Eindruck, so sind die Bügel und die Körbchen beider BHs nahezu identisch. Unterschiede gibt es bei der Länge und Höhe des Unterbrustbandes. Die Träger sind länger als beim Andorra, wobei mir auch die Trägerlänge des Andorra schon ausreichend erschien. Das Unterbrustband in 38er Länge sitzt relativ locker, eigentlich hätte wahrscheinlich auch ein 36er Band ausgereicht.


Freya Faye 38E - Seitensicht
Bügelbreite ist perfekt für mich
Panache Andorra 38E - Seitensicht
höhere Seitenteile, als beim Freya Faye
Aber zum BH selbst. Die Gestaltung der Körbchen erinnert mich etwas an meine Favoriten von Cleo, da der obere Körbchenteil oberhalb der Quernaht als Spitze ausgeführt ist. Die Spitze beim Faye ist sehr weich und angenehm und vermittelt den Eindruck, gar nicht schwarz sondern eher in dunklem Braun gehalten zu sein. Im dunklen kommt der ganze BH her als dunkelbraun rüber. Die Körbchen unterhalb des Spitzenabschlusses sind schwarz und mit weißen gedruckten Ringmustern versehen. Das Muster finde ich ansprechend einfach, ohne langweilig zu wirken. Was mir auch gefällt, er pusht sehr wenig und schiebt weniger in die Mitte. Ich bin gespannt, ob Freya irgendwann noch andere Farben rausbringt, wäre gar nicht schlecht.
Freya Faye 38E - Rückansicht
Träger sind ausreichend lang

Panache Andorra 38E - Rückansicht
Träger etwas kürzer, als beim Freya
Den Freya Faye gibt es in weiß, schwarz oder creme caramel in den Größen 28 D - J 30 D - K, 32 - 36 C-K, 38 C - J, übrigens auch in der aktuellen Frühjahr/Sommer Kollektion. 
  Ich hatte ja eigentlich Freya für mich schon gedanklich abgehakt, da das Verhältnis Bügelbreite / Körbchentiefe bei mir inkompatibel ist. Beim Faye war ich überrascht, ich hätte ohne Schild und mit Ignorieren des eher lockeren Bandes auf einen Panache getippt. Insofern kann ich den Eindruck voll bestätigen. Ich finde ihn äußerst bequem, der Stoff ist auch angenehm weich und das gelegentliche kratzige Gefühl am Band bei meinen Cleo's vermisse ich auch nicht.


Freya Faye 38E - leichte Draufsicht, sehr hübscher Spitzenrand, Steg liegt perfekt an
Für alle, die Panache-Fans sind, lohnt sich der Versuch, wenn das etwas lockere Band zusagt. Mit 38E liege ich in meinem normalen Größenbereich, insofern würde ich ihn aus meiner Sicht als größengetreu bezeichnen. Ich wäre bestimmt auch mit einer Bandgröße weniger klar gekommen, habe ich mangels Verfügbarkeit aber nicht getestet. 

Ich habe den Faye nun schon mehrfach unter Shirts und Hemden getragen, die weniger weit sind und muss sagen, dass er fast gar nicht auffällt. Auch die Spitze neigt nicht zum Durchdrücken, da sie eher flach gehalten ist. Der Tragekomfort ist ausgezeichnet. Ich hatte den Eindruck, dass der BH an meinem Körper angewachsen ist. Generell kann ich also eine Kaufempfehlung abgeben. Dabei kann man durchaus eine Bandweite weniger nehmen. Beim Körbchen würde ich persönlich aber definitiv eins hochgehen, wäre bei mir 36F. 

Ich hoffe, ich konnte Euch eine gute Anregung geben und wünsche allen noch einen entspannten Sonntag.

Euer Braberliner

Sonntag, 1. Dezember 2013

Review - Freya Patsy underwired Plunge

English below

Hi Leute,

noch etwa eine Woche bis zum ersten Jahrestag meines Blogs. Ich bin ziemlich stolz, ich habe durchgehalten. Es ist ja immer einfach, etwas anzufangen, aber es kommt auf das Stehvermögen an. Als Ausdauersportler weiß ich das ziemlich genau. Irgendwann kommt der innere Schweinehund und sagt, warum quälst Du Dich, es geht auch viel bequemer. Andererseits habe ich viel Spaß mit meinem Blog und die Nachfrage, ca. 4.000 Klicks pro Monat lässt mich glauben, auch andere lesen gern, was mir so einfällt.

Ich hatte vor längerer Zeit angekündigt, mal wieder ein Review zu einem Freya-BH zu machen. Es ist eigentlich schade, die Freya-Schnitte gefallen mir sehr gut, die Stoffe sind angenehm weich und die Bänder sind ebenfalls weich und gut verarbeitet. Aber irgendwie passen die Freya-BHs und meine Brust nicht zueinander. Einzig mit dem Deco strapless bin ich bisher klar gekommen. 





Von den Freya-Modellen gefällt mir am besten der Patsy. Ich bin ja erklärtermaßen Fan von Punkten und die Punkte des Patsy gefallen mir sehr gut. Den padded Halfcup habe ich schon getestet, aber die Bügel waren sowohl von der Breite als auch von der Länge nicht passgerecht. Dazu kommt, dass ich gepaddete BHs eigentlich nicht besonders mag. Das ist auch ein Grund, warum ich bislang vor allem die ungepaddeten Cleos für mich entdeckt habe.

                                       


Nach meinem positiven Erlebnis mit dem Andorra Plunge dachte ich mir, vielleicht mag ja der Patsy in der Plunge-Version eine gute Alternative sein. Das Ergebnis ist, nach meinem Empfinden, durchwachsen.

Die Farbe coral ist sehr schön, die weißen Punkte passen perfekt dazu. Die Verarbeitung ist, wie Freya üblich sehr gut, keine losen Fäden, alles solide vernäht. Das Band ist, wie immer, eher lose und ziemlich weit dehnbar. Das ist auf den hohen Anteil Elasthan (13 %) zurückzuführen. Allerdings sorgt das auch dafür, dass ich statt meiner üblichen 38DD auf die 36DD zurückgreifen musste. Da mir bekannt ist, dass die Freya-Körbchen etwas tiefer sind, passte die 36DD dennoch recht gut.


Zu den Maßen:

Material: 83% Polyester, 13% Elasthan, 4% Polyamid

Maße (nach Methode Busenfreundinnen):
  • Länge Unterbrustband fest / locker: 80 / 96 cm
  • Bügellänge / Bügelbreite: 25 / 16 cm
  • Körbchentiefe: 27 cm
  • Steghöhe / Stegbreite (unten/oben) 5 / 5 /1 cm
  • Trägerlänge / Trägerbreite: 46 / 1,5 cm
  • Seitenhöhe am Cup / am Verschluss: 8 / 4 cm
  • Verschluss: 3 x 2 Haken

Bügelbreite und –länge empfand ich als grenzwertig. Wie schon beim Halfcup könnten die Bügel unter den Achseln aber durchaus etwas weiter nach oben reichen. Die Brust wird von den Seiten leicht nach vorn geholt, aber weniger als bei den Cleo-Modellen angehoben, was ich persönlich als angenehm empfinde. Auch die Träger sind mit bis zu 46 cm deutlich länger als bei Cleo und Panache. Weniger schön finde ich, dass die Flügel mit maximal 5 cm unter den Achseln deutlich schmaler sind, als beim Andorra, dadurch geht etwas Halt verloren. Ansonsten ist der Komfort aber angenehm. Ich war mir nicht sicher, ob ich den BH behalten sollte, aber habe mich schließlich dafür entschieden.

Pluspunkte:
  • Farbton und Muster sowie die Schleife zwischen den Cups sind einfach und schick,
  • Trägerlänge mit 46 cm,
  • Ausgezeichnete Verarbeitung,
  • Elastischer Cuprand passt sich der Brust an
Minuspunkte:

  • Etwas schmale Seitenteile,
  • Hoher Elasthan-Anteil mit Gefahr des Ausleierns,
  • Bügel könnten etwas länger sein. 
Insgesamt finde ich den Patsy Plunge gut gelungen.

Viele Grüße, Braberliner

Samstag, 4. Mai 2013

Endlich Sommer? / Summer at last?

English after jump

Hi Leute,

heute hat sich endlich mal der Sommer angekündigt. Zumindest waren die Temperaturen wieder auf sommerlichem Level. Das ist die Jahreszeit, in der die gut bebrüsteten Männer wieder in die Frage verfallen, wie verdecke ich meinen Busen. Die Männer mit runden Bäuchen    sind da weniger sensibel. 

Der Sommerklassiker ist für mich ein Shirt und ein Hemd drüber, was man nicht unbedingt zuknöpfen muss. Darunter ein leichter BH in weniger gedeckten Tönen. Zum Beispiel fällt mir da ein helles pink, türkis oder gelb ein. Oder auch ein beiger BH. Wen die Träger irritieren, der kann einen trägerlosen oder Multiway-BH tragen, bei dem man die Träger abmachen kann. Ich bin zur Zeit noch auf der Suche nach einem trägerlosen BH. Ich werde mich mal bei Freya (Deco), Panache (Porcelain, Evie), Fantasie (Ava, Smoothing), Masquerade (Tiffany) und Lepel (Athena, Bouquet, Elisabeth) umsehen. Vielleicht ist ja was passendes dabei. Dann ist auch für die heißen Tage vorgesorgt, wenn Shirt plus Hemd zusammen zu warm werden.

Euer BraBerliner


Mittwoch, 13. März 2013

Sichtbarkeit des BH / How visible is my bra


English after jump

Auch wenn uns der Winter noch einmal mit Minusgraden und Schnee eingefangen hat, so steht die wärmere Jahreszeit vor der Tür. Schon in einigen Tagen steigen die Temperaturen und wir möchten uns dünner kleiden, um die wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings zu genießen.
Sofort stellen wir uns die Frage, wie wir wohl den BH verstecken können. Dabei denken wir daran, wie sichtbar der BH bei den vielen Frauen ist, denen wir täglich begegnen. Auch Frauen möchten nicht unbedingt, dass jeder Passant den BH betrachten kann, den sie gerade tragen.

Die wichtigste Regel ist, die Farbe so zu wählen, dass sie entweder der Hautfarbe oder dem weniger durchsichtigen darüber möglichst nahe kommt. Für den hellhäutigen Mitteleuropäer bieten sich demnach am ehesten pastellfarbene BHs in beigen, grünen oder roten Farben an. Dazu sollte der BH möglichst keine durchdrückenden Nähte haben.

Marie Jo BH in pink
Quelle: mariejo.com

Die zweite Regel ist, wie im Winter durch die „Zwiebeltechnik“ dafür zu sorgen, dass die Brust von der Oberbekleidung umspielt wird und so die Rundungen in der Silhouette versteckt werden. Die Hersteller bieten für die Sommersaison vor allem leichte Farben in gelb, rose, pink, hellblau und hellgrün an. Auf gemusterte oder geblümte und reichlich mit Spitze verzierte BHs sollte man verzichten, wenn man ein T-Shirt oder ein unifarbenes Hemd trägt. Wer kräftige Karomuster mag, der kann auch einen gemusterten BH ohne die Gefahr tragen, dass dieser erkannt wird. Eine Alternative, um das Durchscheinen der Versteller der Träger zu vermeiden, ist der trägerlose BH.



Ich persönlich bevorzuge unter schwarzem Shirt einen glatten schwarzen BH und unter unifarbenen Hemden trage ich einen beigefarbenen oder pinken BH. Für die Sommergarderobe werde ich dennoch nicht auf einen schicken verzierten BH verzichten. Ein Unterziehshirt über dem BH garantiert, dass sich nichts unter dem darüber getragenen Hemd abzeichnet. Natürlich werde ich mir – probeweise – für diesen Sommer einen trägerlosen BH kaufen. Fast alle Hersteller haben solche BHs mit abnehmbaren Trägern im Angebot. Sobald ich einen passenden trägerlosen BH gefunden habe, werde ich diesen hier vorstellen.

Euer BraBerliner

Dienstag, 8. Januar 2013

Vorstellung Freya / review Freya

English after the jump

Die Marke Freya gehört zur Eveden-Gruppe und produziert BHs mit Unterbrustbändern bis UK 38 (EU 85) und Körbchengrößen überwiegend bis G.

Ich möchte aus der umfangreichen Produktfamilie heute kurz den Freya Deco und den Freya Patsy vorstellen.

Der Freya Deco ist als Plunge-BH mit einem relativ niedrigen Steg und vorgeformten (moulded) Cups ausgeführt. Durch seine glatte Oberfläche kann er vor allem unter Shirts getragen werden, ohne dass er besonders auffällt. Vom Modell gibt es neben den Grundfarben schwarz, weiß und beige noch diverse farbliche Modelle, die unter der Bezeichnung Deco Honey verkauft werden. Ich habe den Deco in schwarz in der Größe 36DD (EU 80DD) probiert und leider ist er mit meiner Brust inkompatibel.
Quelle: bravissimo

Positiv sind das weiche und eher weite Unterbrustband, der weiche Stoff der Cups und die relativ langen Träger hervorzuheben. Die Cups fallen im Vergleich zu Panache größer aus, weshalb man eine Cupgröße kleiner wählen kann.

Für die Männerbrust ist der Deco möglicherweise weniger geeignet, da die Bügel relativ kurz und der Steg zu flach ist. Bei mir haben sich oberhalb des Stegs und in den Achseln nach den Busenfreundinnen sogenannte „Brötchen“ gebildet, das heißt der Steg drückte in die Brust und unter den Achseln waren die Bügel zur kurz, um die ganze Brust aufzunehmen.

Den Freya Patsy gibt es als Half-Cup in den Farben schwarz und limette und ab Frühjahr 2013 in blau. Er ist gepunktet und leicht gepaddet ausgeführt, am oberen Cuprand ist ein gestickter Abschluss, der aber nicht unter der Bekleidung auffällt. Auch hier gilt das für den Deco Gesagte, das heißt ein eher weites, weiches Unterbrustband und im Verhältnis zu Panache größere Körbchen und längere Träger. Der Steg beim Patsy ist höher, als beim Deco, die Bügel sind allerdings – wie bei fast allen Freya-BHs eher kurz. Den Patsy habe ich ebenfalls in der Größe 36DD (EU80DD) in der Farbe schwarz probiert. 


Quelle: Stanikomania.PL



Der BH ist sehr hübsch und angenehm auf der Haut, aber leider ebenfalls inkompatibel mit meiner Brust. Diesmal saß der Steg besser, aber unter den Achseln gab es wie beim Deco „Brötchen“. Wer dennoch probieren will, dem kann ich einen Versuch durchaus empfehlen, da der BH sehr angenehm weich und auch sehr hübsch ist.

Euer BraBerliner

Sonntag, 16. Dezember 2012

Sport-BH - welcher ist der Richtige?

Zur Zeit bin ich richtig in Schreiblaune und da ich heute schon meine sportlichen Übungen hinter mich gebracht habe, möchte ich mich mal dem Thema Sport-BH annähern. Offensichtlich hat die Adventszeit und bevorstehende Sonnenwende mein Schreibgen in Schwingungen versetzt. Ich glaube, ich sollte diese Schreiblust nutzen.

                                                               *hier würde ich jetzt begeisterte Reaktionen erwarten*

Während sich beim Thema Lingerie-BH die Geister sicherlich scheiden, ist beim Sport-BH die Toleranzschwelle deutlich niedriger. Im Unterschied zum Lingerie-BH ist nach meiner Auffassung der Sport-BH dann auch kein kann sondern ein Muss. Vor allem, wenn man bewegungsintensiven Sport betreibt, schwingt selbst die kleine Brust erheblich und wird vom Sport-BH deutlich entlastet. Anschauen kann man sich das zum Beispiel beim Bouncometer von Shock Absorber.

                                                                            *die Stirn runzelnd und grübelnd*

Viele, die selbst Ausdauersport machen, kennen das Gefühl, wenn man durchgeschwitzt das Reiben der Kleidung zunehmend als Schmerz empfindet und wenn dann, viele Stunden später, frei vom Adrenalin, dass den Körper im Moment der Anstrengung quasi betäubt hat, der ganze Schlamassel bewusst wird (*aua, aua*). Aufgeriebene Brustwarzen, die manchmal tagelang grindig und schmerzhaft verheilen, immer wieder aufgerieben vom Hemd oder Shirt, bei den besser bebrüsteten Männern die Brustfalte, die gerötet und teils wundgescheuert ist. Am stressigsten sicherlich beim Laufen, aber auch beim Radfahren oder bei Fußball und anderen laufintensiven Ballspielen. Einzig das Schwimmen macht da keinen Stress. (Wasser kratzt halt wenig)

Was tut man nun dagegen? Selbst einige Fitnessforen empfehlen mittlerweile einen Sport-Bustier oder Sport-BH (*Jungs, traut Euch*), den man unter das Lauf- oder Radtrikot zieht und der sowohl das lästige Reiben, als auch die Brustbewegung permanent und deutlich reduziert. Beim Sport ist die Hemmschwelle für den BH sicherlich noch höher, da ein BH hier eventuell schneller auffällt und möglicherweise Frozzeleien von anderen nach sich zieht. Sportler meinen ja oft, besonders harte Männer zu sein (*Eigentlich auch die Frauen??*). Aber da muss man sich entscheiden zwischen Stolz und Schmerzen.

Vernünftige Sport-BH's und Sport-Bustiers gibt es mittlerweile auch im Billigsegment bei Discountern und Kaffeeröstern zwischen 10 und 20 Euro, selbstverständlich auch im Exklusiv-Segment im Bereich von 100 Euronen und darüber.

Im mittleren Bereich liegen die Preise um die 50 - 60 Euro. Marken sind  die meisten Lingerie-Anbieter und die Sportkleidungshersteller. Ich persönlich habe mich durch Triaction von Triumph, Freya Active, Change, Tchibo und Anita getestet und schließlich mit dem Panache Sports Bra meinen persönlichen Winner gefunden.

Die Sportartikelhersteller selbst, wie Adidas, Nike und Asics habe ich bislang außen vor gelassen, weil ich denke dass die klassischen Hersteller hier wohl bezüglich Konstruktion Einen Change Sports Bra nutze ich noch zum Radfahren. Einige Modelle ermöglichen das bessere Einfädeln des Herzfrequenzgurts, aber grundsätzlich kommen alle Sport-BHs damit klar. Testen will ich demnächst auf alle Fälle noch die bei vielen Frauen beliebten Shock Absorber Modelle. Meine Erfahrungen zum Change und zum Panache werde ich in einem separaten Post zusammenfassen. Da gibt's dann auch ein Bild.

Wichtig ist bei der Auswahl des richtigen Sport-BHs, sich klar zu werden, was er alles leisten soll. Wie lange mache ich Sport (Intervall, Ausdauer oder Schnellkraft), wie stark und intensiv sind Torsions-, Aufwärts- und Abwärtsbewegungen sind dabei entscheidend. Neben einem festen Sitz sollte auch die Haut-an-Haut-Lage der Brust beim Laufen möglichst unterbleiben, da man dort meistens schnell schwitzt und demgemäß neben dem unguten Gefühl auch am schnellsten Druckstellen und Friktionen entstehen. Insgesamt muss man die Indizien, die für einen Bügel-BH sprechen mit denen spiegeln, die dagegen sprechen. Da die meisten von mir getesteten bügellosen Modelle die Brust plätten und aneinander drücken, tendiere ich persönlich zu Bügel-BHs und da ist die Auswahl relativ übersichtlich. Wer weniger Busen hat und nur die Brustwarzen schützen will, kommt mit einem bügellosen Bustier oder BH problemlos klar.

Für die kleinere Brust und Sportarten mit schnellen Bewegungen sind sicherlich stark stützende (plättende) Modelle, wie z. B. der Change Sports Bra, die gängigen Modelle von Triumph, Anita und Odlo aber auch die preiswerten von Tchibo gut geeignet. Auch die Adidas- und Nike Bustiers dürften ausreichend Support bieten. Wer Bügelmodelle sucht kann u. a. bei Panache und Freya fündig werden.

Auch hier empfiehlt sich die Anprobe, insbesondere die Cup-Größen variieren bei den Modellen erheblich. Da die UBBs meist breit sind, kann man hier auch mal ein wenig weiter nutzen, solange die Stützwirkung erhalten bleibt. Bei den Cups muss man genau prüfen, schließlich soll der BH ja die Bewegung der Brust einschränken, andererseits möchte man sich nicht wie eine Presswurst fühlen.

Insgesamt gibt es also auch in diesem Segment ein recht gutes Angebot und das Schwerste ist wie so oft die Auswahl.

Euer BraBerliner